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Pressemitteilung

Tourismus trotz neuer Spitzenwerte für den April weiterhin unter hohem Vorjahresniveau

85 / 29.06.2009

Das bislang beste April-Ergebnis hat den schlechten Saisonstart des rheinland-pfälzischen Tourismus ein Stück weit korrigiert. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden im April rund 605.900 Gäste begrüßt, die insgesamt knapp 1,69 Millionen Übernachtungen buchten. Trotz dieser neuen Spitzenwerte für einen April blieben die Gäste- und die Übernachtungszahlen in den ersten vier Monaten unter dem sehr hohen Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums. Von Januar bis April 2009 kamen knapp 1,8 Millionen Gäste, das waren 3,1 Prozent weniger als in den ersten vier Monaten des Vorjahres (Deutschland: minus 3,2 Prozent). Sie buchten insgesamt 4,8 Millionen Übernachtungen, was einem Rückgang um 2,4 Prozent entspricht (Deutschland: minus 2,3 Prozent). Für das erste Quartal war noch ein Rückgang von 5,4 Prozent bei den Gästen und von 8,2 Prozent bei den Übernachtungen errechnet worden (vgl. PM Nr. 70/09).

 

Trotz zum Teil deutlicher Zuwächse

im April blieb die Bilanz für die ersten vier Monate in den meisten Tourismusregionen des Landes negativ. Lediglich die Regionen Mosel-Saar und das Naheland verzeichneten mehr Gäste und Übernachtungen. Das Schlusslicht in der Rangskala bildet Rheinhessen. Hier nahm das Übernachtungsvolumen um 10 Prozent ab, die Gästezahlen gingen um 9,4 Prozent zurück. Die Entwicklung in dieser Region wird stark von der Stadt Mainz geprägt. Hier gingen − sicherlich auch wegen der weltweiten Wirtschaftskrise − die Besucherzahlen deutlich zurück. Insbesondere blieben die Auslandsgäste aus. So haben sich beispielsweise die Übernachtungszahlen der US-Amerikaner in den ersten vier Monaten 2009 nahezu halbiert, was auch auf einen Abbau der Buchungen von Bettenkontingenten internationaler Fluggesellschaften zurückzuführen ist.

Stärker gefragt waren in den ersten vier Monaten Betriebe mit im Allgemeinen einfacherer Ausstattung, wie Gasthöfe, Pensionen oder Privatquartiere. Die großen rheinland-pfälzischen Ferienparks konnten das Gästevolumen ausweiten, verzeichneten jedoch leichte Rückgänge bei den Übernachtungen. Alle anderen Betriebsarten registrierten weniger Gäste und Übernachtungen als in den ersten vier Monaten des Vorjahres.

Deutlich zurückgegangen ist die Nachfrage aus dem Ausland. Die Zahl der ausländischen Gäste lag um 5,1 Prozent niedriger als von Januar bis April 2008, die Übernachtungszahlen sanken um 1,6 Prozent. Die Rückgänge wären noch viel stärker ausgefallen, hätte es nicht bei den Besuchern aus den Niederlanden deutliche Zunahmen gegeben. Dagegen kamen deutlich weniger Gäste vom amerikanischen Kontinent, aus Asien sowie aus Australien und Ozeanien.

Die Ergebnisse basieren auf der monatlichen Befragung aller Beherbergungsbetriebe mit neun und mehr Fremdenbetten sowie der Kleinbetriebe in ausgewählten Fremdenverkehrsorten in Rheinland-Pfalz. Seit dem 1. Januar 2009 erfolgt die Darstellung der Daten dieser Statistik für neun Tourismusregionen; diese werden in einem Beitrag der Statistischen Monatshefte (01/2009) beschrieben.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Sachgebiet Handel und Gastgewerbe)

 

Gäste und Übernachtungen1) in Rheinland-Pfalz von Januar bis April 2009

Tourismusregion
Betriebsart

Gäste

Übernachtungen

Januar bis April 2009

Ver-
änderung
gegenüber
Januar
bis
April 2008

Januar bis April
2009

Ver-
änderung
gegenüber
Januar
bis
April 2008

Anzahl

%

Anzahl

%

I n s g e s a m t

1.765.992

-3,1

4.788.085

-2,4

 

aus Deutschland

1.392.264

-2,5

3.811.516

-2,7

 

aus dem Ausland

373.728

-5,1

976.569

-1,6

nach Tourismusregionen

 

Ahr

92.774

-2,5

276.280

-1,7

 

Eifel

211.724

-7,0

746.035

-9,1

 

Hunsrück

79.424

-6,0

182.974

-7,8

 

Mosel-Saar

345.248

2,5

1.045.601

4,7

 

Naheland

97.014

1,4

393.088

2,9

 

Pfalz

411.229

-3,5

981.188

-2,4

 

Rheinhessen

197.317

-9,4

346.575

-10,0

 

Rheintal

189.960

-0,9

415.136

-2,8

 

Westerwald-Lahn

141.302

-3,6

401.208

-2,2

nach Betriebsarten

 

Privatquartiere 2)

118.767

3,2

468.726

3,3

 

Gasthöfe

54.471

7,5

125.878

3,3

 

Pensionen

53.690

5,9

148.141

0,1

 

Ferienzentren

132.415

0,5

545.272

-0,5

 

Vorsorge- und Rehabilitationskliniken

30.152

-0,6

685.257

-1,0

 

Hotels

959.941

-4,5

1.824.232

-3,3

 

Jugendherbergen u. ä. Einrichtungen

130.898

-4,4

281.380

-4,5

 

darunter: Jugendherbergen

105.854

-4,9

223.496

-4,8

 

Erholungs-, Ferien-, Schulungsheime

131.624

-3,5

343.616

-5,2

 

Ferienhäuser, -wohnungen

32.907

-4,0

133.140

-6,3

 

Hotels garnis

121.127

-7,5

232.443

-9,7

1) Vorläufiges Ergebnis. - 2) Neben Privatquartieren mit weniger als 9 Betten sind hier auch gewerbliche Kleinbetriebe mit weniger als 9 Betten berücksichtigt.

 

 

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