So erfolgt die Auswahl der Haushalte

Auswahlgrundlage

Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, für die ein Prozent der Bevölkerung in Rheinland- Pfalz befragt werden. Auswahlgrundlage sind die Ergebnisse des Zensus 2011. Ausgewählt werden nicht Personen, sondern Gebäude. Befragt werden alle Mitglieder der Haushalte, die in den ausgewählten Gebäuden zum Befragungszeitpunkt wohnhaft sind.

Stichprobenziehung

Die Stichprobe des Mikrozensus wird nach einem mathematischen Zufallsverfahren bestimmt. Das Verfahren wird auch als „einstufig geschichtete Klumpenstichprobe“ bezeichnet. Dabei wird die Fläche des Landes in künstlich abgegrenzte Flächen eingeteilt. Jede dieser Flächen hat die gleiche statistische Chance, ausgewählt zu werden. Jede der ausgewählten Flächen – so genannte Auswahlbezirke – umfasst etwa zehn Gebäude. Bei größeren Gebäuden kann auch nur ein Gebäudeteil in die Stichprobe gezogen werden.

Rotation

Ein Auswahlbezirk und die darin erfassten Gebäude und Haushalte verbleiben vier Jahre in der Stichprobe. Jeder Haushalt wird also viermal befragt. Jedes Jahr wird ein Viertel der Stichprobe ausgetauscht.

So läuft die Befragung

Erhebungsbeauftragte

Damit die Befragung für die ausgewählten Haushalte so unkompliziert und einfach wie möglich verläuft, werden speziell geschulte Interviewerinnen und Interviewer eingesetzt. Diese Erhebungsbeauftragten haben einen Ausweis vom Statistischen Landesamt dabei, den sie auf Verlangen gerne vorzeigen. Alle Interviewerinnen und Interviewer haben sich schriftlich zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet.

Interviewtermin wird schriftlich angekündigt

Die Interviewerinnen und Interviewer kündigen sich einige Tage vor der Befragung durch ein Schreiben bei den Haushalten persönlich an. Zum Befragungstermin bringen sie ein Netbook oder einen Tablet-PC mit. Die Auskünfte werden direkt in ein spezielles Programm auf dem Computer eingespeichert. Die Befragung dauert je nach Größe des Haushalts zwischen 20 und 40 Minuten.

Fragenprogramm

Im Mikrozensus werden Fragen zu unterschiedlichen Themenbereichen gestellt. Die wichtigsten sind:
Angaben zu den Haushaltsmitgliedern (Geschlecht, Geburtsjahr, Familienstand, Staatsangehörigkeit)

  • Erwerbstätigkeit, Beruf, Arbeitssuche
  • Schule, Studium
  • Aus- und Weiterbildung
  • Lebensunterhalt, Einkommen
  • Altersvorsorge
  • Wohnsitz und Erwerbsbeteiligun

Folgende Zusatzprogramme werden – jährlich wechselnd – jeweils im Rhythmus von vier Jahren erhoben:

  • Wohnsituation, Migration im weiteren Sinne
  • Kranken-, Renten- und Lebensversicherung
  • Pendlerverhalten
  • Gesundheit