Soziales: Pressemitteilungen

Am Ende des Jahres 2016 waren in Rheinland-Pfalz 310.762 Menschen auf finanzielle Hilfen des Staates angewiesen, um ihren grundlegenden Lebensunterhalt zu sichern. Damit ist nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems die Empfängerzahl erstmals seit 2011 wieder gesunken (minus 3.684 Personen bzw. minus 1,2 Prozent).

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Die demografische Alterung der Gesellschaft wird Politik, Staat und Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürger in den kommenden Jahrzehnten vor wachsende Herausforderungen stellen. Das betonte der Präsident des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz, Marcel Hürter, bei der Vorstellung der Analyse „Rheinland-Pfalz 2060 – Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Pflegebedarf“ am Dienstag in Mainz.

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Im Laufe des Jahres 2016 erhielten in Rheinland-Pfalz 61.185 Frauen und Männer Sozialleistungen nach dem 5. bis 9. Kapitel des Zwölften Buches des Sozialgesetzbuches (SGB XII „Sozialhilfe“). Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 1.000 Personen bzw. 1,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Frauen und Männer waren 2016 – wie auch in den vergangenen Jahren – etwa gleichermaßen auf Unterstützung in Form von Sozialhilfe angewiesen.

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In Rheinland-Pfalz lag die Armutsgefährdungsquote im Jahr 2016 bei 15,5 Prozent und damit unterhalb des Bundesdurchschnitts (15,7 Prozent). Lediglich fünf Bundesländer hatten niedrigere Armutsgefährdungsquoten als Rheinland-Pfalz. Trotz des insgesamt geringen Armutsrisikos der rheinland-pfälzischen Gesamtbevölkerung, sind einzelne Gruppen überdurchschnittlich armutsgefährdet.

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Ende vergangenen Jahres erhielten in Rheinland-Pfalz etwas mehr als 14.700 Personen Hilfe zum Lebensunterhalt der nach Kapitel 3 des Sozialgesetzbuches XII berechtigten Leistungsempfängerinnen und -empfänger. Gegenüber 2015 reduzierte sich die Zahl nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz um rund 990 Personen bzw. 6,3 Prozent.

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Die Zahl der unter 3-jährigen Kinder, die tagsüber außerhalb des Elternhauses betreut werden, ist im Jahr 2017 weiter gestiegen. Nach ersten vorläufigen Auswertungen des Statistischen Landesamtes besuchten zum Stichtag 1. März rund 33.900 Mädchen und Jungen im Alter von bis zu drei Jahren eine Kindertageseinrichtung oder wurden in öffentlich geförderter Kindertagespflege von Tagesmüttern und -vätern betreut. Das waren rund acht Prozent mehr als im Jahr zuvor.

 

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Im Jahr 2016 wurden in Rheinland-Pfalz 237 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren adoptiert. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 44 Adoptionen mehr als ein Jahr zuvor (plus 23 Prozent). Mädchen und Jungen waren gleichermaßen betroffen.

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Die rheinland-pfälzischen Jugendämter haben auf der Grundlage von Verdachtsmeldungen im Jahr 2016 insgesamt 7.106 Verfahren zur Einschätzung der Kindeswohlgefährdung abgeschlossen, 398 bzw. 5,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Fast jedes vierte betroffene Kind hatte das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet (24 Prozent).

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Änderungen im Wohngeldgesetz haben die Zahl der unterstützten Haushalte im vergangenen Jahr deutlich ansteigen lassen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes bezogen Ende 2016 in Rheinland-Pfalz mehr als 28.200 Haushalte Wohngeld, das waren rund 6.800 bzw. 32 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei der ersten Reform seit 2009 wurden insbesondere die berücksichtigungsfähige Miete und die Einkommensgrenzen neu bewertet.

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