Talfahrt im Gastgewerbe hält an

Die anhaltenden Schließungen im Gastgewerbe zur Eindämmung der Corona-Pandemie führten auch im Februar 2021 zu deutlichen Einbrüchen bei Umsatz und Beschäftigung. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Umsätze real, also um Preisveränderungen bereinigt, 71 Prozent unter den Ergebnissen des Vorjahres. Nominal bzw. bewertet in jeweiligen Preisen, ging der Umsatz um 70 Prozent zurück.

In Deutschland betrugen die Umsatzrückgänge real 69 und nominal gemessen 68 Prozent. Die Beschäftigtenzahl reduzierte sich abermals und lag um 36 Prozent unter dem Stand im Februar 2020 (Deutschland: minus 29 Prozent).

Umsatzentwicklung nach Wirtschaftszweigen

Im Beherbergungsgewerbe wurden im Februar nur noch 17 Prozent der realen Umsätze des Vorjahresmonats erzielt (minus 83 Prozent). In der Gastronomie, auf die zwei Drittel der Gastgewerbeumsätze entfallen, lag der Umsatz bei 34 Prozent des Vergleichsmonats (minus 66 Prozent). Hier waren vor besonders stark Restaurants, Cafés, Eissalons und Imbissstuben von den Rückgängen betroffen (minus 66 Prozent). Die Umsatzverluste bei den Caterern und Erbringern von sonstigen Verpflegungsleistungen lagen bei 50 Prozent.

Zeitraum Januar und Februar

In den ersten beiden Monaten 2021 lagen die Umsätze im rheinland-pfälzischen Gastgewerbe real um 71 Prozent unter den Erlösen des Vorjahreszeitraums (nominal: minus 70 Prozent). Die Zahl der Beschäftigten sank um 33 Prozent.

Die Daten stammen aus der monatlichen Stichprobenerhebung bei rund 280 ausgewählten Gastgewerbeunternehmen in Rheinland-Pfalz. Die Angaben für Filialbetriebe von Hotel- und Restaurantketten mit Sitz in einem anderen Bundesland sind in den Ergebnissen enthalten. Da es sich um eine Stichprobenerhebung handelt, liegen keine absoluten Werte sowie Regionalangaben vor. Bei zeitlichen Vergleichen ist der Berichtskreiswechsel im Berichtsmonat Februar 2021 zu beachten. Gleichzeitig ist die Unterteilung der Beschäftigten nach Voll- und Teilzeit entfallen.
Durch die Corona-Krise sind die Gastronomie und das Beherbergungsgewerbe wirtschaftlich außerordentlich beeinträchtigt. Da die Durchsetzbarkeit der Meldepflicht in dieser Situation eingeschränkt ist, liegt der Schätzanteil der fehlenden Statistikmeldungen über dem sonst üblichen Maß.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)

Umsatz und Beschäftigte im rheinland-pfälzischen Gastgewerbe1 im Februar 2021 und von Januar bis Februar 2021 Veränderung gegenüber Februar 2020 und von Januar bis Februar 2020 in %
WirtschaftszweigAnteil am
Umsatz2
UmsatzBeschäftigte
Februar 2021Januar - Februar 2021Februar 2021Januar - Februar 2021
nominalrealnominalrealinsgesamt
%
Beherbergung35- 82,8- 82,8- 81,7- 81,7- 33,5- 33,8
Gastronomie65- 64,4- 65,7- 64,9- 66,2- 36,7- 32,3
Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben,       
Cafés, Eissalons und Ähnliches47- 64,5- 65,9- 65,3- 66,7- 38,6- 33,0
Caterer und Erbringung sonstiger       
Verpflegungsdienstleistungen9- 48,9- 50,3- 48,9- 50,2- 27,0- 26,3
Gastgewerbe insgesamt100- 70,4- 71,4- 70,3- 71,3- 35,7- 32,8
1 Vorläufiges Ergebnis. – 2 Quelle: Rechtliche Einheiten des Unternehmensregisters 2018.