Weniger Beschäftigte in der Energie- und Wasserversorgung

Die Zahl der Beschäftigten in den Unternehmen und Betrieben der rheinland-pfälzischen Energie- und Wasserversorgung ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems waren 2016 durchschnittlich knapp 9.400 Personen bei den Versorgungsunternehmen beschäftigt, das waren etwa 130 oder 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Ergebnisse basieren auf den monatlichen Befragungen bei 179 Betrieben und Unternehmen der Energie- und Wasserversorgung in Rheinland-Pfalz, die 20 Personen und mehr beschäftigen. Zum Vergleich: Bundesweit wurden 2016 in 2.400 Betrieben rund 239.000 Beschäftigte registriert, 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Der Rückgang bei den Beschäftigtenzahlen vollzog sich über alle Versorgungssparten hinweg. Knapp 5.300 Personen bzw. 56 Prozent aller Beschäftigten waren 2016 in der Elektrizitätsversorgung tätig. Mit minus 0,4 Prozent war die Abnahme in diesem Bereich, der die Erzeugung, die Übertragung, die Verteilung und den Handel mit Strom umfasst,  vergleichsweise gering. Etwa 1.800 Personen (minus 1,7 Prozent) waren in der Gasversorgung, d. h. überwiegend mit der Verteilung und dem Handel von Erdgas, beschäftigt. Die Wasserversorgung (Gewinnung, Aufbereitung, Verteilung) stellten 2016 rund 1.600 Beschäftigte sicher, 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Seit 2010 sind in der Gasversorgung mehr Personen beschäftigt als in der Wasserversorgung. Aufgrund der vergleichsweise geringen Bedeutung der Fernwärme in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich  gering: 2016 waren es gut 400 Personen (minus 3,4 Prozent). Bei den übrigen Betriebsteilen, dazu gehören in erster Linie die Beschäftigten in Verkehrsbetrieben und Schwimmbädern, waren noch knapp 300 Personen beschäftigt. Die Beschäftigung in diesen Bereichen ist schon seit Jahren rückläufig, sie ging auch 2016 wieder stark zurück (minus 16 Prozent).

Im Durchschnitt leistete jeder Beschäftigte (Voll- und Teilzeit) monatlich 122 Arbeitsstunden. Er erzielte im Mittel einen Bruttolohn bzw. ein Gehalt von 54.400 Euro, das waren 1,6 Prozent mehr als 2015.

Die Daten stammen aus dem Monatsbericht für Betriebe der Energie- und Wasserversorgung von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten. Die dargestellten Angaben basieren auf der Auswertung nach fachlichen Betriebsteilen. Der Berichtskreis setzt sich wie folgt zusammen:
- Einbetriebsunternehmen der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen,
- alle Betriebe von Mehrbetriebsunternehmen der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen,
- alle Betriebe mit wirtschaftlichem Schwerpunkt in der Energie- und Wasserversorgung mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen von Mehrbetriebsunternehmen anderer Wirtschaftsbereiche.

Autor: Gerd Kramer, Referat Auswertungen und Analysen Abteilung Landwirtschaft, Umwelt, Energie