Bruttoinlandsprodukt wächst auch im zweiten Quartal kräftig

Die rheinland-pfälzische Wirtschaft verzeichnete auch im zweiten Quartal 2017 einen kräftigen Wertschöpfungszuwachs. Nach vorläufigen, indikatorgestützten Berechnungen nahm das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2017 gegenüber dem Vorquartal preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent zu. Damit zog die Konjunktur weiter an. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 nahm die Wirtschaftsleistung im Land um 2,4 Prozent zu.

Alle Wirtschaftsbereiche trugen zum Wachstum bei. Den kräftigsten Wertschöpfungszuwachs verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe. Preis-, kalender- und saisonbereinigt nahm die Bruttowertschöpfung in der Industrie gegenüber dem ersten Quartal 2017 um 1,4 Prozent zu. Ein Blick auf die kalender- und saisonbereinigten Umsätze im Verarbeitenden Gewerbe zeigt, dass die Vorleistungs- und die Konsumgüterproduzenten einen Wachstumsbeitrag leisteten. Zwei der drei größten Branchen – die Chemische Industrie und der Maschinenbau – verzeichneten deutliche Umsatzzuwächse.

Das Baugewerbe entwickelte sich ebenfalls sehr positiv. Die preis-, kalender- und saisonbereinigte Bruttowertschöpfung legte um 0,6 Prozent zu. Dazu leisteten sowohl das Bauhauptgewerbe als auch das Ausbaugewerbe einen Beitrag.

Geringfügig höher als im Baugewerbe fiel das Wachstum in den Dienstleistungsbereichen aus. Mit einem Plus von 0,7 Prozent gewinnt die Konjunktur in den Dienstleistungsbereichen an Dynamik. Von den Dienstleistungsbranchen trugen gemäß der Umsatzentwicklung vor allem die Bereiche „Sonstige wirtschaftliche Unternehmensdienstleister“, „Verkehr und Lagerei“ sowie der Einzelhandel zur positiven Entwicklung bei.

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Jahresergebnisse zum Bruttoinlandsprodukt werden vom Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ berechnet. Die Quartalsergebnisse zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in Rheinland-Pfalz beruhen auf einer ökonometrischen Schätzung, bei der die vom Arbeitskreis ermittelten Jahresergebnisse mithilfe von quartalsweise vorliegenden Indikatoren aus den Unternehmensstatistiken (z. B. Umsätze und Beschäftigte nach Wirtschaftsbereichen) auf die Quartale verteilt werden. Weitere Informationen zur Methodik (Monatsheftbeitrag)

Autorin: Dr. Annette Illy (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt)