1.075 Deutschlandstipendiaten in Rheinland-Pfalz

Im Jahr 2017 erhielten in Rheinland-Pfalz 1.075 Studierende, davon 589 Frauen, eine Förderung nach dem Stipendienprogrammgesetz (Deutschlandstipendium). Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, sind das 55 Stipendiatinnen und Stipendiaten bzw. fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

Beinahe die Hälfte (47 Prozent) der geförderten Stipendiatinnen und Stipendiaten war in einem mathematischen, natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Studienfach eingeschrieben. Weitere 35 Prozent der nach dem Stipendienprogrammgesetz geförderten Studierenden kommen aus den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Im Rahmen des Deutschlandstipendiums werden besonders leistungsstarke und engagierte Studierende für mindestens zwei Semester mit monatlich 300 Euro unterstützt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat das Ziel ausgegeben, bis zum Jahr 2017 bis zu zwei Prozent aller Studierenden im Rahmen des Stipendienprogrammgesetzes zu fördern. In Rheinland-Pfalz haben 2017 rund 0,9 Prozent aller Studierenden ein Deutschlandstipendium erhalten.

Da das Deutschlandstipendium jeweils hälftig vom Bund und von privaten Stiftern finanziert wird, kommen regionale und institutionelle Unterschiede durch die Fächerangebote der Hochschulen, die Ressourcen der Hochschulen zur Akquise der Förderer, die regionale Anzahl fördernder Betriebe, Institutionen und Privatpersonen sowie durch die finanziellen Fördermöglichkeiten bisheriger Stifterinnen und Stifter zustande.

Die meisten Stipendiatinnen und Stipendiaten waren an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (325) und der Technischen Universität Kaiserslautern (202) eingeschrieben. Den höchsten Anteil an Deutschlandstipendiaten unter den Studierenden hatten die Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung Vallendar (zwei Prozent) und die Hochschule Mainz (1,8 Prozent).

Die Zahlen stammen aus der Statistik zum Deutschlandstipendium. Im Rahmen der Erhebung werden bei den Hochschulen jährlich Eckdaten zu den Stipendiaten sowie zu den Mittelgeberinnen und Mittelgebern erfragt. Die Fächergruppierung wurde im Jahr 2015 verändert, wodurch eine Darstellung fachspezifischer Zeitreihen nicht möglich ist.

Zur Berechnung des Anteils der Stipendiaten an den Studierenden wurden die Studierendenzahlen des Wintersemesters 2017/18 aus den Schnellmeldungen zur Studierendenstatistik verwendet. Im Rahmen dieser Meldungen werden Eckdaten von den Hochschulen vorab als vorläufige Zahlen an das Statistische Landesamt geliefert.

Autor: Dr. Marco Schröder (Referat Schule, Hochschule und Berufsbildung)

 

Stipendiatinnen und Stipendiaten 2014-2017 nach Hochschulen
Hochschule1 2017 2016 2015 2014
Insgesamt Anteil an allen Studierenden2
Anzahl Anzahl
Johannes Gutenberg-Universität Mainz 325 1,0 271 246 215
Technische Universität Kaiserslautern 202 1,4 211 196 189
Universität Trier 99 0,8 96 96 116
Hochschule Mainz 98 1,8 84 70 48
Hochschule Trier 74 1,0 70 40 51
Hochschule Worms 60 1,6 72 75 82
Hochschule Kaiserslautern 53 0,8 55 55 62
Hochschule Ludwigshafen am Rhein 46 1,0 38 34 37
Hochschule Koblenz 40 0,4 39 31 21
Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung Vallendar 24 2,0 31 25 25
Technische Hochschule Bingen 23 0,8 18 18 20
Katholische Hochschule Mainz 16 1,1 17 16 13
Universität Koblenz-Landau 9 0,1 11 11 12
Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar 6 1,5 7 6 4
Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer - - - - 1
Sonstige - - - - -
Insgesamt 1.075 0,9 1.020 919 896
1 Ohne Verwaltungsfachhochschulen. - 2 Vorläufige Zahl der Studierenden zum Wintersemester 2017/18.