Steigende Teilnehmerzahl an Internationalen Studienkollegs

Im Wintersemester 2017/18 nahmen an den beiden in Rheinland-Pfalz angebotenen internationalen Studienkollegs knapp 300 Studieninteressierte teil. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, waren das 34 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Anstieg der Teilnehmerzahl ist auf den Zuwachs der Studieninteressierten zurückzuführen, deren im Ausland erworbene Hochschulzugangsberechtigung nicht der deutschen Hochschulreife entspricht. Angesichts des gewachsenen Interesses überstiegen die Studienkollegiaten die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze; während die Studienkollegs im Vorjahr keine volle Auslastung erreichten (95 Prozent), lag die Auslastung 2017/18 bei 108 Prozent.

Ein weiterer Grund für den Anstieg beruht auf einer 2015 durchgeführten Umstrukturierung der rheinland-pfälzischen Studienkollegs. Aufgrund der Umstellung des Kurssystems ging die Teilnehmerzahl 2015/16 kurzfristig stark zurück und stieg in den folgenden beiden Jahren wieder deutlich an (plus 105 Prozent).

Die meisten Teilnehmenden an den vorakademischen Kursen der Studienkollegs kamen aus Indonesien (44), gefolgt von China (38) und Marokko (32). Die verhältnismäßig hohe Zahl der Studienkollegiatinnen und Studienkollegiaten aus Indonesien hat vielfältige Ursachen. Neben historisch gewachsenen Partnerschaften mit dem deutschen Bildungsbereich lernen laut Auswärtigem Amt circa 150.000 Schülerinnen und Schüler in Indonesien Deutsch als Fremdsprache. Im Jahr 2003 wurde in Jakarta ein Auslandskolleg eröffnet, das auf das Studium in Deutschland vorbereitet.

In Rheinland-Pfalz werden an der Hochschule Kaiserslautern und an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz die Studienbewerberinnen und Studienbewerber in unterschiedlichen Schwerpunktkursen auf eine Feststellungsprüfung vorbereitet, die bei erfolgreichem Abschluss zur Aufnahme eines Hochschulstudiums berechtigt.

Die Studienkollegs liefern einmal jährlich Angaben zu den Kollegiatinnen und Kollegiaten an das Statistische Landesamt.

Autor: Dr. Marco Schröder (Referat Schule, Hochschule, Berufsbildung)