Industrieproduktion im August: Rückgang gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahresmonat

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im August 2019 gesunken. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex um 5,7 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

In zwei der drei industriellen Hauptgruppen war die Ausbringung im August geringer als im Monat zuvor. Den größten Rückgang gab es in der Konsumgüterindustrie, deren Produktion in den vergangenen Monaten besonders stark schwankte (minus 33,7 Prozent). In der Vorleistungsgüterindustrie schrumpfte der Output um 2,5 Prozent. Der Güterausstoß der Investitionsgüterhersteller fiel etwas höher aus als im Juli (plus 0,3 Prozent).

Die drei umsatzstärksten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes entwickelten sich unterschiedlich. Die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die die zweitgrößte Branche ist und zur Investitionsgüterindustrie gehört, drosselte im August ihre Produktion (minus 5,7 Prozent). Auch in der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die Branche mit dem höchsten Umsatz ist, sank die Ausbringung (minus 1,2 Prozent). Der Maschinenbau, der zur Investitionsgüterindustrie gehört und unter den Industriebranchen gemessen am Umsatz an dritter Stelle steht, erhöhte seinen Güterausstoß hingegen um 7,8 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Industrieproduktion stark zurückgegangen (minus 32,9 Prozent). Der Output der Konsumgüterindustrie fiel ausgehend von einem außergewöhnlich hohen Niveau im August 2018 deutlich (minus 82,4 Prozent). Auch in der Investitionsgüterindustrie und in der Vorleistungsgüterindustrie war der Güterausstoß geringer als ein Jahr zuvor. Alle drei umsatzstärksten Branchen drosselten ihre Produktion.

Die Schnellmeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

 

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