Industrieumsätze auf Vorjahresniveau – Beschäftigung weiterhin rückläufig

Nach den Umsatzverlusten zu Beginn des Jahres 2021 lagen die Erlöse der rheinland-pfälzischen Industrie im Februar in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Nach Angaben des Statistischen Landesamts in Bad Ems betrug die Abweichung der Umsätze im Februar gegenüber dem Vorjahreswert minus 0,2 Prozent (Deutschland: minus 3,5 Prozent). Die Zahl der Beschäftigten reduzierte sich gegenüber dem Beschäftigtenstand im Februar 2020 um 2,5 Prozent (Deutschland: minus 2,9 Prozent).

Die Industrieumsätze lagen im Februar bei 7,4 Milliarden Euro. Der Wert der Auslandsgeschäfte war gegenüber dem Vorjahresmonat rückläufig (minus 0,4 Prozent). Dagegen zeigte sich bei den Inlandsgeschäften eine „schwarze Null“ (plus 0,1 Prozent). Zum Vergleich: In Deutschland fiel der Umsatz aus dem Inland um 4,7 Prozent, der aus dem Ausland um 2,4 Prozent. Die rheinland-pfälzische Exportquote belief sich auf 57,9 Prozent und lag 0,1 Prozentpunkte unter der des Vorjahresmonats.

Die Umsatzentwicklung in den zehn umsatzstärksten Branchen von Rheinland-Pfalz verlief sehr unterschiedlich. Die größten Umsatzgewinne erwirtschaftete die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie (plus 6,9 Prozent). Positive Umsatzerlöse verbuchten auch die Hersteller von Glas und Glaswaren, die Papier- und Pappeindustrie (beide plus 4,1 Prozent) sowie der Maschinenbau (plus 2,9 Prozent). Mit einem Minus von elf Prozent gab es bei den Pharmaherstellern deutliche Umsatzverluste. Auch bei den Metallerzeugern (minus 6,8 Prozent), den Nahrungs- und Futtermittelherstellern (minus 3,6 Prozent) sowie in der Metallerzeugung und -bearbeitung (minus 2,5 Prozent) nahmen die Erlöse ab.

Beschäftigte

Insgesamt waren im Februar 2021 rund 254.200 Beschäftigte in den Betrieben des rheinland-pfälzischen Verarbeitenden Gewerbes tätig; das waren rund 6.600 bzw. 2,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, der Branche mit den größten Umsatzgewinnen, fiel der Beschäftigungsabbau am größten aus (minus 8,9 Prozent). Deutliche Beschäftigungsverluste gab es auch bei den Herstellern von Metallerzeugnissen (minus 6,9 Prozent) und mit 5,8 Prozent in der Metallerzeugung und  bearbeitung. Personalzuwächse zeigten sich dagegen in drei der zehn umsatzstärksten Branchen. Die mit Abstand deutlichsten Zunahmen gab es bei den Nahrungs- und Futtermittelherstellern (plus 7,6 Prozent).

Zeitraum Januar bis Februar

Die Umsätze der rheinland-pfälzischen Industrie lagen in den beiden ersten Monaten um 3,7 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums, der noch nicht von den Corona-Folgen betroffen war. Auslands- und Inlandsumsätze gingen in vergleichbarer Größenordnung zurück (minus 3,6 bzw. 3,8 Prozent). Die Zahl der Beschäftigten sank um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Die Daten stammen aus dem Monatsbericht für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden, zu dem die Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten regelmäßig melden. Befragt werden rund 1.000 Betriebe. Die Betriebe werden nach dem wirtschaftlichen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit eindeutig einer Industriebranche zugeordnet. Die gemeldeten Umsätze und Beschäftigtenzahlen werden dann vollständig diesem Wirtschaftsbereich zugerechnet, auch wenn der Betrieb noch in weiteren Wirtschaftszweigen tätig ist. Durch Veränderungen in der Produktionsstruktur kann sich der wirtschaftliche Schwerpunkt eines Betriebes im Zeitverlauf ändern. In diesem Fall wird der Betrieb dann seinem neuen Schwerpunkt entsprechend einem anderen Wirtschaftszweig zugeordnet. Diese Umsetzungen werden stets zu Beginn eines neuen Berichtsjahres vollzogen.

Autorin: Petra Wohnus (Referat Unternehmensstatistiken)

Beschäftigte und Umsätze in der rheinland-pfälzischen Industrie im Januar sowie im Januar und Februar 2021 nach ausgewählten Wirtschaftszweigen
WirtschaftszweigBeschäftigteUmsatz
Februar 2021Veränderung
gegenüber dem
Vorjahresmonat
Januar - Februar 2021Veränderung
gegenüber dem
Vorjahr
Februar 2021Veränderung
gegenüber dem
Vorjahresmonat
Januar - Februar 2021Veränderung
gegenüber dem
Vorjahr
Anzahl%Anzahl%1.000 Euro%1.000 Euro%
Herstellung von chemischen Erzeugnissen46.050-0,946.068-0,72.367.3000,24.615.128-3,6
Maschinenbau35.980-0,236.074-0,1812.0412,91.564.9093,9
Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen20.935-8,920.919-8,81.153.4146,91.946.3100,6
Herstellung von Metallerzeugnissen21.337-6,921.331-6,4331.004-6,8642.488-5,0
Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren21.841-2,621.787-2,7435.522-1,2843.561-4,5
Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden14.007-0,913.986-1,0251.0114,1489.7290,3
Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln14.6807,614.5056,0335.425-3,6657.526-7,9
Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen10.7230,610.7251,1237.197-11,3478.661-11,5
Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus9.6470,49.6220,2288.5924,1561.354-3,8
Herstellung von elektrischen Ausrüstungen8.889-3,68.805-4,6161.8040,6303.651-2,0
Metallerzeugung und -bearbeitung8.577-5,88.525-6,5270.003-2,5514.279-8,4
Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen7.815-6,87.801-6,174.3782,2163.56916,6
Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel)6.7095,26.6573,4140.0957,0246.8261,2
Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen5.854-0,35.848-0,675.4362,1155.8331,2
Getränkeherstellung5.149-2,85.154-2,6159.830-12,7303.640-18,5
Verarbeitendes Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden254.208-2,5253.861-2,57.439.001-0,214.144.628-3,7
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden261-2,2255-4,53.80979,17.23075,2
Verarbeitendes Gewerbe253.947-2,5253.606-2,57.435.192-0,214.137.398-3,7