Erwerbstätigkeit stieg im dritten Quartal 2016 um 0,2 Prozent an

Die Erwerbstätigkeit in Rheinland-Pfalz nahm nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems im dritten Quartal 2016 weiter zu. Nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ hatten durchschnittlich zwei Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Rheinland-Pfalz, dies war der höchste Wert seit Einführung der vierteljährlichen Erwerbstätigenrechnung für das Land im Jahr 2008. Im Vergleich zum dritten Quartal 2015 erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen jedoch nur noch leicht um rund 4.200 bzw. 0,2 Prozent (Deutschland: plus 0,9 Prozent).

Weiterhin Zuwächse in den Dienstleistungsbereichen

Der Zuwachs konzentriert sich weiterhin auf den Dienstleistungssektor. Dort stieg die Erwerbstätigkeit im Vergleich zum dritten Quartal 2015 um 8.800 Personen oder 0,6 Prozent (Deutschland: plus 1,2 Prozent). Insgesamt arbeiteten 1,45 Millionen Menschen im tertiären Sektor, das entspricht 72 Prozent aller Erwerbstätigen in Rheinland-Pfalz. Die meisten neuen Arbeitsplätze entstanden im Bereich „Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung, Gesundheit“, dem größten Teilbereich des Dienstleistungssektors. Hier stieg die Erwerbstätigenzahl um  7.700 bzw. 1,1 Prozent (Deutschland: plus 1,4 Prozent). Im Bereich „Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; Grundstücks- und Wohnungswesen“ nahm die Erwerbstätigkeit im dritten Quartal 2016 um 1.100 Personen bzw. 0,4 Prozent zu (Deutschland: plus 1,4 Prozent). Im Bereich „Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation“ stagnierte die Beschäftigung in Rheinland-Pfalz. Im Durchschnitt der Bundesländer war dagegen ein Zuwachs um 0,9 Prozent zu verzeichnen.

Rückgang der Erwerbstätigkeit im Produzierenden Gewerbe

Im Produzierenden Gewerbe, in dem rund 510.900 Personen bzw. 26 Prozent aller Erwerbstätigen arbeiteten, nahm die Erwerbstätigkeit um 0,6 Prozent ab (Deutschland: plus 0,1 Prozent). Im dritten Quartal 2016 waren 3.300 Personen weniger beschäftigt als im Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung wird vom größten Teilbereich dominiert, dem Verarbeitenden Gewerbe. Hier war im dritten Quartal 2016 wie bereits in den drei Quartalen zuvor ein Beschäftigungsrückgang zu verzeichnen (minus 3.400 Personen bzw. minus 0,9 Prozent; Deutschland: unverändert). Leichte Beschäftigungsgewinne von 0,3 Prozent vermeldete das Baugewerbe in Rheinland-Pfalz (Deutschland: plus 0,6 Prozent).

Auch in der Land- und Forstwirtschaft nahm die Beschäftigung das vierte Quartal in Folge ab. Die Zahl der Erwerbstätigen ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1.400 Personen bzw. 3,1 Prozent zurück (Deutschland: minus 2,8 Prozent). Damit waren rund 43.700 Personen (2,2 Prozent) in der Land- und Forstwirtschaft tätig.

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe des jeweiligen Berichtszeitraumes am Arbeitsort (Inlandskonzept), das heißt die Angaben beziehen sich auf Erwerbstätige, die – unabhängig von ihrem Wohnort – ihren Arbeitsplatz im jeweiligen Gebiet hatten. Zu den Erwerbstätigen zählen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und marginal Beschäftigte) oder als Selbstständige einschließlich deren mithelfenden Familienangehörigen eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Im Falle mehrerer Tätigkeiten wird der Erwerbstätige nur einmal gezählt (Personenkonzept).



Die Ergebnisse sind abgestimmt auf den Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes vom 17. November 2016.



Weitere Informationen finden Sie im Internetangebot des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ unter http:="www.aketr.de.

Autorin: Dr. Annette Illy (Referat Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt)