Erwerbstätigkeit stieg im ersten Quartal 2017 um 0,9 Prozent

Die Erwerbstätigkeit in Rheinland-Pfalz nahm nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems im ersten Quartal 2017 weiter zu. Nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem ersten Quartal 2016 um rund 16.900 bzw. 0,9 Prozent (Deutschland: plus 1,5 Prozent).

Damit gewann die Beschäftigung im Land weiter an Dynamik; im dritten Quartal 2016 hatte der Zuwachs 0,5 Prozent und im vierten Quartal 0,7 Prozent betragen. Im Durchschnitt des ersten Quartals 2017 hatten 1,99 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Rheinland-Pfalz, dies war der höchste Wert in einem ersten Quartal seit Einführung der vierteljährlichen Erwerbstätigenrechnung.

Weiterhin Zuwächse in den Dienstleistungsbereichen

Der Zuwachs konzentriert sich weiterhin auf den Dienstleistungssektor. Im ersten Quartal waren hier 17.900 Personen mehr beschäftigt als im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Anstieg um 1,3 Prozent (Deutschland: plus 1,8 Prozent). Insgesamt arbeiteten 1,45 Millionen Menschen im tertiären Sektor (73 Prozent aller Erwerbstätigen). Die meisten neuen Arbeitsplätze entstanden im Bereich „Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung, Gesundheit“, dem größten Teilbereich des Dienstleistungssektors. Hier stieg die Erwerbstätigenzahl um 8.800 bzw. 1,3 Prozent (Deutschland: plus 2 Prozent). Im Bereich „Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; Grundstücks- und Wohnungswesen“ nahm die Erwerbstätigkeit im ersten Quartal 2017 um 4.800 Personen bzw. 1,8 Prozent zu (Deutschland: plus 2,2 Prozent). Der Teilbereich „Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation“ vermeldete einen Beschäftigungszuwachs von 4.200 Personen bzw. 0,9 Prozent (Deutschland: plus 1,4 Prozent).

Rückgang der Erwerbstätigkeit im Produzierenden Gewerbe

Im Produzierenden Gewerbe, in dem rund 507.800 Personen bzw. gut 25 Prozent aller Erwerbstätigen arbeiteten, stagnierte die Erwerbstätigkeit (Rheinland-Pfalz: minus 300 Personen bzw. minus 0,1 Prozent; Deutschland: plus 0,7 Prozent). Das Baugewerbe verzeichnete zwar kräftige Beschäftigungsgewinne von 1.800 Personen bzw. 1,5 Prozent (Deutschland: plus 1,4 Prozent). Im größten Teilbereich, dem Verarbeitenden Gewerbe, war die Beschäftigung jedoch wie bereits in den drei Quartalen zuvor rückläufig (minus 2.500 Personen bzw. minus 0,7 Prozent; Deutschland: plus 0,4 Prozent).
In der Land- und Forstwirtschaft nahm die Beschäftigung das sechste Quartal in Folge ab. Die Zahl der Erwerbstätigen ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um 700 Personen bzw. 1,7 Prozent zurück (Deutschland: minus 3,1 Prozent).

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe des jeweiligen Berichtszeitraumes am Arbeitsort (Inlandskonzept), das heißt die Angaben beziehen sich auf Erwerbstätige, die – unabhängig von ihrem Wohnort – ihren Arbeitsplatz im jeweiligen Gebiet hatten. Zu den Erwerbstätigen zählen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und marginal Beschäftigte) oder als Selbstständige einschließlich deren mithelfenden Familienangehörigen eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Im Falle mehrerer Tätigkeiten wird der Erwerbstätige nur einmal gezählt (Personenkonzept).

Die Ergebnisse sind abgestimmt auf den Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes vom 16. Mai 2017.

Weitere Informationen finden Sie im Internetangebot des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ unter www.aketr.de.

Autorin: Dr. Annette Illy (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt)

 

 

 

Erwerbstätige am Arbeitsort 2016 und 2017 nach Ländern
Land 2016 2017
1. Vj. 2. Vj. 3. Vj. 4. Vj. 1. Vj.
in 1.000
Baden-Württemberg 6.088,4 6.142,9 6.187,6 6.215,0 6.182,4
Bayern 7.284,3 7.371,3 7.430,5 7.472,1 7.407,9
Berlin 1.863,4 1.884,7 1.902,0 1.920,8 1.918,3
Brandenburg 1.081,6 1.101,7 1.108,0 1.110,8 1.097,4
Bremen 420,3 423,5 425,8 427,8 424,1
Hamburg 1.213,2 1.220,2 1.226,9 1.237,0 1.233,7
Hessen 3.340,2 3.366,3 3.387,0 3.410,2 3.390,9
Mecklenburg-Vorpommern 728,8 745,0 753,4 749,6 732,3
Niedersachsen 3.953,2 3.996,5 4.018,5 4.041,4 4.003,6
Nordrhein-Westfalen 9.203,4 9.267,1 9.313,7 9.382,7 9.339,1
Rheinland-Pfalz 1.977,9 2.000,0 2.009,7 2.015,2 1.994,8
Saarland 518,3 521,3 525,1 527,9 522,7
Sachsen 2.009,1 2.032,6 2.049,9 2.057,9 2.029,9
Sachsen-Anhalt 993,2 1.006,5 1.014,6 1.017,4 1.000,5
Schleswig-Holstein 1.352,9 1.374,0 1.385,4 1.390,6 1.378,5
Thüringen 1.031,8 1.043,4 1.050,7 1.055,7 1.042,0
Deutschland 43.060,0 43.497,0 43.789,0 44.032,0 43.698,0
Nachrichtlich:
Alte Länder (ohne Berlin) 35.352,1 35.683,1 35.910,3 36.119,9 35.877,6
Neue Länder (ohne Berlin) 5.844,5 5.929,2 5.976,7 5.991,3 5.902,1
Veränderung gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal in %
Baden-Württemberg 1,3 1,2 1,3 1,4 1,5
Bayern 1,7 1,6 1,5 1,6 1,7
Berlin 2,7 2,7 2,7 2,7 2,9
Brandenburg 1,7 1,5 1,5 1,8 1,5
Bremen 0,9 1,3 1,2 1,0 0,9
Hamburg 1,9 1,7 1,7 1,7 1,7
Hessen 1,1 1,0 1,3 1,3 1,5
Mecklenburg-Vorpommern 0,2 0,1 - 0,1 0,0 0,5
Niedersachsen 1,4 1,1 0,8 1,1 1,3
Nordrhein-Westfalen 1,0 0,9 1,0 1,2 1,5
Rheinland-Pfalz 1,0 0,7 0,5 0,7 0,9
Saarland 0,6 0,5 0,8 1,1 0,9
Sachsen 1,2 1,1 1,2 1,1 1,0
Sachsen-Anhalt 0,1 0,3 0,5 0,7 0,7
Schleswig-Holstein 1,6 1,5 1,5 1,5 1,9
Thüringen 0,2 0,2 0,2 0,6 1,0
Deutschland 1,3 1,2 1,2 1,3 1,5
Nachrichtlich:
Alte Länder (ohne Berlin) 1,3 1,2 1,2 1,3 1,5
Neue Länder (ohne Berlin) 0,8 0,7 0,8 0,9 1,0
Quelle: Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder".
Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes: 16. Mai 2017