Bauhauptgewerbe im Oktober 2017: Aufträge höher, Umsätze niedriger als im Vormonat

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Oktober 2017 mehr Aufträge und niedrigere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum September 2017 – kalender- und saisonbereinigt – um 0,4 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz ging dagegen um 0,4 Prozent zurück. Gegenüber den ersten zehn Monaten 2016 stieg das Ordervolumen um 4,4 Prozent, der Umsatz verbesserte sich um 11,9 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum September 2017 erhöhten sich die bereinigten Auftragseingänge im Tiefbau um 7,0 Prozent. Im Hochbau ging die Nachfrage nach Bauleistungen dagegen um 6,8 Prozent zurück. Die höchsten Auftragszuwächse errechnen sich für den öffentlichen Hochbau sowie für den Straßenbau (plus 20,1 bzw. plus 13,6 Prozent). Der Rückgang im Hochbau ist auf die ungünstige Entwicklung im gewerblichen Hochbau sowie im Wohnungsbau zurückzuführen (minus 27,7 bzw. minus 12,8 Prozent). Gegenüber den ersten zehn Monaten 2016 wurden sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau Auftragszuwächse registriert (plus 5,2 bzw. plus 3,7 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum September 2017 gingen die bereinigten Erlöse im Tiefbau um 2,9 Prozent zurück. Für den Hochbau errechnet sich dagegen ein Anstieg um 2,2 Prozent. Sinkende Umsätze verzeichneten vor allem der gewerbliche Tiefbau sowie der sonstige öffentliche Tiefbau (minus 9,3 bzw. minus 6,6 Prozent). Dagegen lagen die Erlöse insbesondere im Wohnungsbau über dem Vormonatswert (plus 6,8 Prozent). Gegenüber den ersten zehn Monaten 2016 zogen die baugewerblichen Umsätze sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau deutlich an (plus 12,1 bzw. plus 11,6 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

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