Bauhauptgewerbe 2017: Aufträge und Umsätze höher als im Vorjahr

Das rheinland-pfälzische Bauhauptgewerbe verzeichnete im Dezember 2017 mehr Aufträge und niedrigere Umsätze als im Vormonat. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum November 2017 – kalender- und saisonbereinigt – leicht um 1,6 Prozent. Der baugewerbliche Umsatz verringerte sich dagegen um 3,7 Prozent. Im Jahr 2017 lagen die Auftragseingänge um 8,1 Prozent höher als im Vorjahr. Die Umsätze stiegen gegenüber 2016 um 12,0 Prozent.

Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum November 2017 erhöhten sich die bereinigten Auftragseingänge sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau leicht (plus 1,8 bzw. plus 1,5 Prozent). Die stärksten Zuwächse verzeichnete der gewerbliche Tiefbau (plus 20,4 Prozent). Im Wohnungsbau sowie im gewerblichen Hochbau zog die Nachfrage ebenfalls an (plus 14,5 bzw. plus 5,3 Prozent). Für den öffentlichen Hochbau errechnet sich dagegen ein kräftiger Auftragsrückgang (minus 34,5 Prozent). Gegenüber 2016 wurden sowohl im Hochbau als auch im Tiefbau Auftragszuwächse registriert (plus 9,8 bzw. plus 6,5 Prozent).

Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber

Im Vergleich zum November 2017 errechnet sich sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau ein Rückgang der bereinigten Erlöse (minus 5,5 bzw. minus 1,8 Prozent). Die stärksten Umsatzeinbußen verzeichnete der gewerbliche Hochbau (minus 14,0 Prozent). Im Tiefbau waren die Erlöse in allen drei Bereichen niedriger als im Vormonat (zwischen minus 3,6 und minus 6,8 Prozent). Steigende Umsätze gab es dagegen im öffentlichen Hochbau sowie im Wohnungsbau (plus 10,0 bzw. plus 7,2 Prozent). Gegenüber 2016 zogen die baugewerblichen Umsätze sowohl im Tiefbau als auch im Hochbau deutlich an (plus 12,1 bzw. plus 11,9 Prozent).

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Weitere Erläuterungen

Autor: Thomas Kirschey (Referat Analysen, Auftragsarbeiten, FDZ)

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