Umwelt: Pressemitteilungen

Die rheinland-pfälzischen Betriebe des produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) investierten im Jahr 2013 knapp 652 Millionen Euro in den Umweltschutz. Gegenüber dem Vorjahr stellte das nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems eine Zunahme von 13 Prozent dar. Damit dienten rund 17 Prozent der insgesamt im produzierenden Gewerbe investierten 3,8 Milliarden Euro der Verringerung oder Vermeidung von schädlichen Emissionen bzw. einem effizienteren Einsatz der Ressourcen. Von 2.981 rheinland-pfälzischen Betrieben, die im Jahr 2013 befragt wurden, meldeten 713 Investitionen für den Umweltschutz. Das waren fast ein Viertel der Betriebe.

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Knapp 5,3 Milliarden Euro Umsatz erzielte die rheinland-pfälzische Umweltbranche im Jahr 2013. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes über fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Umweltwirtschaft umfasst Produkte und Dienstleistungen verschiedener Wirtschaftszweige. Würde sie als eigenständiger Wirtschaftszweig ausgewiesen, stünde sie mit diesem Umsatz an vierter Stelle der rheinland-pfälzischen Industriebranchen, hinter Chemie, Fahrzeugbau und Maschinenbau.

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Der Wasserverbrauch der Privathaushalte in Rheinland-Pfalz stagniert seit dem Jahr 2007. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, lag der Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr 2013 bei durchschnittlich 118,6 Liter am Tag. Seit 1983 ist ein kontinuierlicher Rückgang des Trinkwasserverbrauchs festzustellen. In den 80er Jahren liefen pro Einwohner täglich noch rund 140 Liter aus den Leitungen. Für die Wasserversorgung muss ein rheinland-pfälzischer Haushalt, der 80 Kubikmeter Wasser bezieht, im Jahr durchschnittlich 213 Euro aufwenden (vgl. PM Nr. 222/13).

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Der Umfang der vom Menschen stark beeinflussten Flächen nimmt stetig zu. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 betrug die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Rheinland-Pfalz nach Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz knapp 2.840 Quadratkilometer und erreichte einen neuen Höchststand. Damit wurden 14,3 Prozent der Landesfläche für Siedlungs- und Verkehrszwecke genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Siedlungs- und Verkehrsfläche um 225 Hektar ausgedehnt. Das entspricht einer durchschnittlichen täglichen Zunahme von 6.172 Quadratmeter. Zum Vergleich: ein Fußballfeld für internationale Spiele muss mindestens 7.140 Quadratmeter umfassen.

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Gut zwei Drittel des in kommunalen Kläranlagen angefallenen Klärschlamms wurde nach Angaben des Statistischen Landesamtes im zurückliegenden Jahr auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht. Insgesamt fielen bei der Abwasserreinigung 2013 rund 85.300 Tonnen Klärschlamm (gemessen als Trockenmasse) an. Im Jahr 2012 wurde mit 84.300 Tonnen eine vergleichbare Menge registriert. Durch die landwirtschaftliche Nutzung werden die im Klärschlamm enthaltenen Nährstoffe, wie Stickstoff oder Phosphate, sinnvoll genutzt. Sie ersetzen entsprechende Düngemittel. Um eine Schädigung der Böden auszuschließen, unterliegt die Ausbringung strengen gesetzlichen Regelungen. Ein weiteres Viertel des Klärschlamms wurde thermisch entsorgt. Der Rest wurde sonstigen stofflichen Verwertungsformen zugeführt, unter anderem im Landschaftsbau oder in Vererdungsanlagen.

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Im Jahr 2013 setzen rheinland-pfälzische Unternehmen gut 543 Tonnen klimawirksamer Stoffe ein, das waren in etwa so viele wie im Vorjahr. Der wichtigste Einsatzstoff war nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems der teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoff Tetrafluorethan, der unter dem Handelsnamen R 134a bekannt ist. Auf diesen Stoff entfielen rund 83 Prozent der insgesamt verwendeten Menge. Bekannt ist dieser Stoff als Kältemittel in Klimaanlagen, z. B. in Pkw. In Rheinland-Pfalz steht dagegen die Nutzung als Treibmittel bei der Herstellung von Aerosolen, zum Beispiel für medizinische Sprays, im Vordergrund.

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Die Bedeutung des Umweltsektors für die rheinland-pfälzische Wirtschaft wächst. Im Jahr 2011 setzte sie nach Angaben des Statistischen Landesamtes knapp 7,8 Milliarden Euro um; dies waren rund 16 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der Anteil der Umweltwirtschaft an der Gesamtwirtschaft wuchs von 3,3 auf 3,6 Prozent. »Nach dem Saarland und Sachsen-Anhalt weist Rheinland-Pfalz damit den dritthöchsten Umsatzanteil der Umweltwirtschaft an der Gesamtwirtschaft auf«, erklärte Präsident Jörg Berres bei der Vorstellung der Zahlen. Die Berechnungen erfolgen erstmalig nach einer an europäischen Leitlinien orientierten Methodik der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen.

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Die rheinland-pfälzischen Betriebe des produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) investierten im Jahr 2012 rund 576 Millionen Euro in den Umweltschutz. Gegenüber dem Vorjahr stellte das nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems eine Zunahme von 6,5 Prozent dar. Damit dienten rund 16 Prozent der insgesamt im produzierenden Gewerbe investierten 3,6 Milliarden Euro der Verringerung oder Vermeidung von schädlichen Emissionen bzw. einem effizienteren Einsatz der Ressourcen. Von 2.964 rheinland-pfälzischen Betrieben, die im Jahr 2013 befragt wurden, meldeten 650 Investitionen für den Umweltschutz. Das waren 22 Prozent der Betriebe.

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Weitere Informationen

Internetangebot des Arbeitskreises Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder:
www.ugrdl.de