Umweltschutzinvestitionen auf neuem Höchststand
Vorwiegend in den Gewässerschutz investiert

Die rheinland-pfälzischen Betriebe des produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) investierten im Jahr 2014 knapp 668 Millionen Euro in den Umweltschutz. Gegenüber dem Vorjahr stellte das nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems eine Zunahme von knapp drei Prozent dar. Damit dienten rund 17 Prozent der insgesamt im produzierenden Gewerbe investierten vier Milliarden Euro der Verringerung oder Vermeidung von schädlichen Emissionen bzw. einem effizienteren Einsatz der Ressourcen. Von 2.900 rheinland-pfälzischen Betrieben, die im Jahr 2014 befragt wurden, meldeten 712 Investitionen für den Umweltschutz. Das war ein Viertel der Betriebe.

Der größte Teil der Investitionen entfiel im Jahr 2014 mit 347 Millionen Euro bzw. 52 Prozent auf den Gewässerschutz. Der Wert lag damit geringfügig unter dem Wert des Jahres 2013. Investiert wurde hierbei vor allem in den Bau und die Sanierung von Abwasserleitungen und Kläranlagen. Für den Klimaschutz wurden 19 Prozent der Umweltschutzinvestitionen (129 Millionen Euro) aufgewendet. Das ist eine deutliche Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Eine größere Bedeutung haben noch die Sektoren Luftreinhaltung mit rund 97 Millionen und die Abfallwirtschaft mit 88 Millionen Euro.

Die Betriebe der verschiedenen Wirtschaftszweige investierten im unterschiedlichen Maße in den Umweltschutz. Rund 40 Prozent der Umweltschutzinvestitionen entfielen auf die Abwasserentsorgung. Weitere 34 Prozent steuerte die Chemische Industrie bei.

Die Daten stammen im wesentlichen aus der jährlichen Erhebung der Investitionen für den Umweltschutz, zu der fast 3.000 Betriebe berichten. Die Erhebung erstreckt sich auf Unternehmen der Wirtschaftsabschnitte B (Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden), C (Verarbeitendes Gewerbe), D (Energie) und E (Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen) der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008).

Zusätzlich werden die Daten aus weiteren Statistiken einbezogen, so dass die Aufbereitung und Auswertung einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt.

Autor: Jörg Breitenfeld (Referat Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt, Energie)