Zahl der Betriebsgründungen geht zurück

In Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2013 insgesamt 36.206 Gewerbe angemeldet und damit knapp ein Prozent weniger als im Jahr zuvor. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems ging die Zahl der so genannten Betriebsgründungen zurück. Nur die Zahl der sonstigen Neugründungen erhöhte sich. Auch die Zahl der Gewerbeabmeldungen war rückläufig.

Betriebsgründungen

In Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2013 weniger Betriebe gegründet, bei denen aufgrund ihrer Rechtsform oder voraussichtlichen Beschäftigtenzahl eine größere wirtschaftliche Relevanz vermutet werden kann. Die Zahl dieser so genannten Betriebsgründungen lag mit 5.702 um 8 Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zu den Betriebsgründungen zählen alle Neugründungen von Kapital- und Personengesellschaften sowie Neugründungen von Einzelunternehmen, bei denen ein Handelsregistereintrag oder eine Handwerkskarte vorliegt oder die mindestens einen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben. Bei den Betriebsgründungen kann eine größere wirtschaftliche Relevanz als bei den sonstigen Neugründungen vermutet werden.

Den höchsten Anteil an den Betriebsgründungen hatte mit 25,6 Prozent der Bereich Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz. Es folgte das Baugewerbe mit einem Anteil von 18,7 Prozent.

Unter den kreisfreien Städten erreichte die Landeshauptstadt Mainz mit 28,7 Betriebsgründungen je 10.000 Einwohner die höchste Quote, Trier mit 11,6 die niedrigste. Bei den Landkreisen nahm Alzey-Worms mit einer Quote von 17,3 Betriebsgründungen je 10.000 Einwohner die Spitzenposition ein, der geringste Wert errechnete sich für den Eifelkreis Bitburg-Prüm (7,4).

Sonstige Neugründungen

Die Anzahl der so genannten sonstigen Neugründungen erhöhte sich gegenüber 2012 um 400 auf 24.056. Diese Zunahme betraf besonders die Wirtschaftsabschnitte Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, Verarbeitendes Gewerbe sowie das Gesundheits- und Sozialwesen. Unter den sonstigen Neugründungen waren 13.652 Gründungen im Nebenerwerb, 4,9 Prozent mehr als im Jahr 2012. Zu den sonstigen Neugründungen gehören Kleinunternehmen, die nicht im Handelsregister eingetragen sind, keine Handwerkskarte besitzen und über keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verfügen, sowie Nebenerwerbsbetriebe.

Gewerbeabmeldungen

Insgesamt wurden 35.825 Gewerbe abgemeldet, das waren 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Betriebsaufgaben - sie stellen das Pendant zu den Betriebsgründungen dar - ging um 3,8 Prozent auf 5.427 zurück. Die sonstigen Stilllegungen, bei denen es sich um die vollständige Aufgabe von Kleinunternehmen handelt, lagen mit 24.325 um 3 Prozent unter dem Wert des Jahres 2012.

Die Daten stammen aus der Gewerbeanzeigenstatistik, die aus den monatlichen Lieferungen der rheinland-pfälzischen Gewerbeämter an das Statistische Landesamt erstellt wird. Die Gewerbeanzeigenstatistik stellt für Rheinland-Pfalz wichtige Informationen über Existenzgründungen und Stilllegungen bereit. Die Zahlen finden in der Wirtschafts-, Wettbewerbs- und Strukturpolitik Verwendung. Daten über Gewerbemeldungen werden auch verstärkt in Bezug auf deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt untersucht.



Autor: Lutz Zaun (Sachgebiet Bautätigkeiten, Insolvenzen, Gewerbeanzeigen, Verkehr)

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