Außenhandel 2013 mit Ausfuhrrekord

Der rheinland-pfälzische Export ist im Jahr 2013 im vierten Jahr in Folge gewachsen. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wurden Güter im Wert von 46,6 Milliarden Euro exportiert, das waren 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr (Deutschland: minus 0,2 Prozent). Damit wurde der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2012 nochmals um 343 Millionen Euro überboten. Die wichtigsten Güterabteilungen entwickelten sich unterschiedlich. So erzielte der Export von chemischen Erzeugnissen sowie von Kraftwagen und Kraftwagenteilen Zuwächse von 6,2 bzw. 4,3 Prozent. Dagegen waren die Ausfuhren von Maschinen (minus 3,5 Prozent) sowie von pharmazeutischen und ähnlichen Erzeugnissen (minus 8,1 Prozent) rückläufig.

Der Wert der importierten Güter veränderte sich kaum. Es wurden Waren im Wert von 31,4 Milliarden Euro eingeführt, das entsprach einem Zuwachs von 0,1 Prozent gegenüber dem Jahr 2012 (Deutschland: minus 1,1 Prozent). Damit wurde der bisherige Höchstwert des Jahres 2011 um 76,8 Millionen Euro unterschritten.

Ausfuhren nach Zielregionen

Die Mitgliedsländer der Europäischen Union (EU) waren mit einem Anteil von 58,8 Prozent am Ausfuhrwert wichtigstes Absatzgebiet der Exporteure. Die rheinland-pfälzische Wirtschaft lieferte im Jahr 2013 Produkte im Wert von über 27,4 Milliarden Euro in EU-Länder. Das waren 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr. In die übrigen europäischen Staaten wurden Waren im Wert von fast 4,5 Milliarden Euro exportiert, das waren 9,6 Prozent der rheinland-pfälzischen Ausfuhren. Gegenüber 2012 bedeutete das einen Rückgang um 3,7 Prozent.

Knapp 6,8 Milliarden Euro bzw. 14,5 Prozent der Ausfuhren entfielen auf den asiatischen Markt, 1,2 Prozent weniger als 2012. Die Exporte nach Amerika sanken um 4,7 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro; das waren 13,7 Prozent der rheinland-pfälzischen Ausfuhren. Es folgten Afrika mit 2,5 Prozent sowie Australien und Ozeanien mit einem Anteil von 0,8 Prozent. Die wichtigsten Abnehmerländer waren Frankreich, die USA und das Vereinigte Königreich.

Einfuhren nach Herkunftsregionen

Im Jahr 2013 wurden Waren im Wert von 20,2 Milliarden Euro aus EU-Ländern importiert (plus 4,6 Prozent), das waren 64,4 Prozent der rheinland-pfälzischen Einfuhren. Aus dem übrigen Europa kamen Waren im Wert von über 2,7 Milliarden Euro (8,8 Prozent der Importe); gegenüber 2012 sank das Volumen um 21,4 Prozent. Aus Asien stammten Waren im Wert von fast 4,4 Milliarden Euro bzw. 13,9 Prozent der Einfuhren. Die Importe aus Amerika machten mit einem Warenwert von über 3,1 Milliarden Euro zehn Prozent der rheinland-pfälzischen Einfuhren aus. Aus Afrika kamen 2,6 Prozent der eingeführten Waren, aus Australien und Ozeanien 0,2 Prozent. Die wichtigsten Handelspartner bei den Einfuhren waren Belgien, die Niederlande und Frankreich.

Die Daten stammen aus der monatlichen Außenhandelsstatistik, die zentral vom Statistischen Bundesamt erhoben und aufbereitet wird. Dabei wird unterschieden zwischen Intrahandelsstatistik (Warenverkehr zwischen EU-Staaten) und Extrahandelsstatistik (Warenverkehr mit Drittländern, d. h. Nicht-EU-Staaten). Grundsätzlich sind alle in Deutschland umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen, die innergemeinschaftliche Warenverkehre durchführen, im Rahmen der Intrahandelsstatistik auskunftspflichtig. Von der Auskunftspflicht befreit sind Unternehmen, deren innergemeinschaftliche Warenverkehre je Verkehrsrichtung (Eingang bzw. Versendung) im Vorjahr bzw. im laufenden Jahr den Wert von 500.000 Euro nicht übersteigen. Im Extrahandel werden die bei den Zollstellen anfallenden Zollmeldungen ausgewertet.

Autor: Wolfgang Ellermeyer (Referat Unternehmensstatistiken)