Innovationsindex 2016: Rheinland-Pfalz im europäischen Vergleich auf Rang 14

Innovationen, d. h. neue oder verbesserte Produkte, Prozesse und Dienstleistungen, sind eine wichtige Voraussetzung für internationale Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung. Rheinland-Pfalz liegt im Vergleich des Innovationspotenzials in europäischen Regionen im Vorderfeld. Wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz auf Basis von Berechnungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg mitteilt, belegt Rheinland-Pfalz beim Innovationsindex 2016 Rang 14 unter 80 europäischen Regionen. Unter den Bundesländern bedeutet der Indexwert von 45 Prozent Platz sechs. Deutscher wie europäischer Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit einem Wert von 70 Prozent. Dahinter folgen Bayern und die französische Hauptstadtregion „Ile de France“.

In den letzten Jahren hat sich Rheinland-Pfalz im europäischen Vergleich stetig verbessert. Beim Innovationsindex 2012 lag das Land noch auf Rang 23; bei der letzten Berechnung 2014 wurde Rang 15 erreicht.

Ausschlaggebend für die gute Position von Rheinland-Pfalz ist die Platzierung im Teilindex „Niveau“, d. h. der aktuellen Innovationskraft (Platz 14). Im Teilindex „Dynamik“, der die mittelfristige Entwicklung der Innovationskraft abbildet, schneidet Rheinland-Pfalz – wie auch die meisten anderen im Vorderfeld platzierten Regionen – schwächer ab (Rang 43), da Regionen mit geringeren Ausgangsniveaus bereits bei kleinen absoluten Änderungen hohe Wachstumsraten ausweisen. Allerdings erreicht Rheinland-Pfalz beim Dynamikindex einen höheren Wert als Deutschland insgesamt.

Der Innovationsindex wird seit 2004 vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg für die Länder bzw. Regionen der Europäischen Union berechnet. Er setzt sich aus den beiden Teilindizes „Niveau“ und „Dynamik“ zusammen, die im Verhältnis 75:25 in die den Gesamtindex einfließen. Für die Berechnung der Teilindizes werden die Niveaus bzw. jahresdurchschnittlichen Veränderungsraten von sechs Innovationsindikatoren auf den Wertebereich 0 (kleinster Indikatorwert) bis 100 (größter Indikatorwert) standardisiert und der Mittelwert gebildet. Die Indikatoren umfassen Ausgaben für Forschung und Entwicklung (Fue), FuE-Personal, Erwerbstätige in Hochtechnologiebranchen, in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen sowie in wissenschaftlich-technischen Berufen und die Zahl der Patentanmeldungen.

Weitere Informationen finden sich unter http://www.statistik-bw.de/GesamtwBranchen/ForschEntwicklung/Innovation-I-MTH.jsp?y=2016

Autorin: Dr. Annette Illy (Referat Gesamtrechnungen, Arbeitsmarkt)