Bautätigkeit in Rheinland-Pfalz steigt wieder
Landesweit fast 31 neue Wohnungen auf 10.000 Einwohner

In Rheinland-Pfalz wurden 2015 deutlich mehr Baugenehmigungen für neue Wohnungen erteilt als im Vorjahr. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems stieg die Zahl um 9,7 Prozent auf 12.296. Der größte Anstieg war bei Zweifamilienhäusern zu verzeichnen. Mit insgesamt 1.458 Wohnungen waren dies 24,2 Prozent mehr als im Jahr 2014 (1.174 Wohnungen). Die Zahl neuer Wohnungen in Mehrfamilienhäusern stieg um 14,4 Prozent auf 5.651. Insgesamt wurden 5.187 Einfamilienhäuser genehmigt und damit knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Für die geplanten Baumaßnahmen wurden Kosten von etwas mehr als 2,3 Milliarden Euro veranschlagt, was einer Zunahme von 12,6 Prozent gegenüber 2014 entspricht.

Landesweit kamen rechnerisch auf 10.000 Einwohner 30,7 genehmigte Wohnungen. Deutlich über dem Durchschnitt lag bei den Landkreisen Mainz-Bingen mit 49,7, gefolgt von Trier-Saarburg mit 48,1 und dem Rhein-Pfalz-Kreis mit 44 Wohnungen je 10.000 Einwohner. Der geringste Wert ergab sich für den Landkreis Birkenfeld mit 9,6 genehmigten Wohnungen je 10.000 Einwohner. Unter den kreisfreien Städten hatten Trier mit 61,2 und Landau in der Pfalz mit 55,1 genehmigten neuen Wohnungen je 10.000 Einwohner die höchsten Durchschnittswerte. Am geringsten war die Nachfrage nach neuen Wohnungen in Pirmasens (8,9).

Die Daten zu den Baugenehmigungen melden die Bauaufsichtsbehörden monatlich an das Statistische Landesamt.

Autor: Lutz Zaun (Sachgebiet Bautätigkeiten, Insolvenzen, Gewerbeanzeigen, Verkehr)

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