Zunehmende Bauaktivitäten im Nichtwohnbau

Die Nachfrage im rheinland-pfälzischen Nichtwohnbau ist im ersten Halbjahr des Jahres 2016 gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 772 neue Nichtwohngebäude und damit 12,4 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die veranschlagten Baukosten beliefen sich auf knapp 601 Millionen Euro und lagen um 31,9 Prozent deutlich höher als im 1. Halbjahr 2015. Auch die durchschnittlich veranschlagten Investitionssummen je Neubauvorhaben stiegen um 17,4 Prozent auf 779.000 Euro. Die vorgesehene Nutzfläche der Neubauten nahm um 6,2 Prozent auf rund 596.000 Quadratmeter zu.

Die nichtlandwirtschaftlichen Betriebsgebäude (z.B. Handels- und Lagergebäude) bildeten mit 515 Bauvorhaben den größten Anteil an genehmigten Neubauten mit geplanten Baukosten in Höhe von insgesamt 263 Millionen Euro, 19 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Baugenehmigungen wurden zudem erteilt für 118 neu zu errichtende landwirtschaftliche Betriebsgebäude (minus 19,7 Prozent) sowie für 70 neue Büro- und Verwaltungsgebäude (plus 37,3 Prozent). Hier beliefen sich die veranschlagten Investitionssummen auf 34 (minus 10,5 Prozent) bzw. 102 (plus 39,7 Prozent) Millionen Euro.

Die Daten zu den Baugenehmigungen werden von den Bauaufsichtsbehörden monatlich an das Statistische Landesamt gemeldet.

Autor: Lutz Zaun (Sachgebiet Bautätigkeit, Gewerbeanzeigen, Insolvenzen, Verkehr)