Weniger neue Wohngebäude im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr 2017 erteilten die Bauaufsichtsbehörden in Rheinland-Pfalz Genehmigungen für den Neubau von 3.348 Wohngebäuden. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems entspricht dies einem Rückgang von 12,9 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum.

Den in den Bauanträgen gemachten Angaben zufolge sollen in diesen Gebäuden in der Summe 6.688 Wohnungen entstehen; das sind 13,8 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2016. Geplant ist der Neubau von 2.621 Einfamilienhäusern, 363 Zweifamilienhäusern und 364 Mehrfamilienhäusern (einschließlich Wohnheime). Die Gesamtzahl der in den Mehrfamilienhäusern geplanten Wohnungen beläuft sich auf 3.341.

Regionale Unterschiede
Landesweit sind rechnerisch 16,5 neue Wohnungen je 10.000 Einwohner geplant. Bei den kreisfreien Städten lag Trier mit 29,2 Wohnungen je 10.000 Einwohner deutlich über dem Landesdurchschnitt, gefolgt von Neustadt an der Weinstraße mit 23,2 und Landau in der Pfalz mit 18,1. Am geringsten war der Wert in Zweibrücken mit 3,8 Wohnungen je 10.000 Einwohner. Bei den Landkreisen hatten die Vulkaneifel und Bernkastel-Wittlich die höchsten Werte (29,1 bzw. 26,6), im Rhein-Lahn-Kreis lag der Wert mit 5,5 genehmigten Wohnungen je 10.000 Einwohner am niedrigsten.

Die Daten zu den Baugenehmigungen werden von den Bauaufsichtsbehörden einmal monatlich an das Statistische Landesamt gemeldet. Jedem gestellten Bauantrag ist vom Bauherrn bzw. dessen Architekten ein Statistikbogen beizufügen, der nach erfolgter Genehmigung von der zuständigen Bauaufsichtsbehörde um die Genehmigungsmerkmale ergänzt wird. In der monatlichen Statistik erfasst sind somit ausschließlich diejenigen von den Bauaufsichtsbehörden erteilten Baugenehmigungen, zu denen dem Statistischen Landesamt der betreffende Statistikbogen bis zum monatlichen Bearbeitungsschluss zugegangen ist.

Autor: Lutz Zaun (Sachgebiet Steuer- und Verwaltungsstatistiken)

 

Baugenehmigungen im Wohnbau im 1. Halbjahr 2016 und 2017 Errichtung neuer Gebäude1
Merkmal Einheit 2017
Wohngebäude insgesamt Anzahl 3.842 3.348 -12,9
davon mit
1 Wohnung Anzahl 3.043 2.621 -13,9
2 Wohnungen Anzahl 392 363 -7,4
3 und mehr Wohnungen Anzahl 407 364 -10,6
darin Wohnungen Anzahl 3.930 3.341 -15,0
darunter Bauherren
Unternehmen Anzahl 598 407 -31,9
private Haushalte Anzahl 3.215 2.928 -8,9
Wohnungen in Wohngebäuden Anzahl 7.757 6.688 -13,8
Wohnfläche 100 m² 9.064 7.708 -15,0
Veranschlagte Baukosten 1.000 Euro 1.487.259 1.320.485 -11,2
1 Einschließlich Wohnheime.
Genehmigte Wohngebäude und Wohnungen 1. Halbjahr 2016 und 2017 nach Verwaltungsbezirken (Neubauten)
Verwaltungsbezirk Wohngebäude Wohnungen in diesen Gebäuden
2016 2017 2016 2017
Anzahl je 10.000
Einwohner1
kreisfreie Städte
Frankenthal (Pfalz) 16 5 34 46 9,5
Kaiserslautern 67 29 99 109 11,1
Koblenz 54 29 268 153 13,6
Landau i.d.Pf. 31 28 123 82 18,1
Ludwigshafen 116 64 372 202 12,3
Mainz 94 52 865 281 13,4
Neustadt a.d.W. 59 23 163 123 23,2
Pirmasens 13 9 13 35 8,7
Speyer 6 7 41 77 15,3
Trier 43 44 197 335 29,2
Worms 47 32 91 97 11,8
Zweibrücken 15 11 26 13 3,8
Landkreise
Ahrweiler 166 129 296 289 22,6
Altenkirchen (Ww.) 101 83 130 107 8,3
Alzey-Worms 200 136 406 236 18,5
Bad Dürkheim 158 164 265 228 17,2
Bad Kreuznach 131 177 210 285 18,2
Bernkastel-Wittlich 141 210 314 298 26,6
Birkenfeld 50 44 59 82 10,2
Cochem-Zell 77 73 100 100 16,0
Donnersbergkreis 70 58 83 73 9,7
Eifelkr.Bitburg-Prüm 127 160 201 237 24,4
Germersheim 169 100 304 256 20,1
Kaiserslautern 111 92 141 126 12,0
Kusel 84 62 115 91 12,8
Mainz-Bingen 313 204 621 506 24,2
Mayen-Koblenz 226 208 449 341 16,1
Neuwied 107 155 184 230 12,7
Rhein-Hunsrück-Kreis 105 103 151 142 13,8
Rhein-Lahn-Kreis 47 57 64 68 5,5
Rhein-Pfalz-Kreis 209 129 331 258 17,0
Südliche Weinstraße 97 120 155 209 18,9
Südwestpfalz 73 62 86 66 6,8
Trier-Saarburg 182 198 317 331 22,4
Vulkaneifel 70 77 95 177 29,1
Westerwaldkreis 267 214 388 399 19,9
Rheinland-Pfalz 3.842 3.348 7.757 6.688 16,5
Kreisfreie Städte 561 333 2.292 1.553 14,7
Landkreise 3.281 3.015 5.465 5.135 17,1
1 Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2011 zum 31.12.2015.