Umsatzplus bei unternehmensnahen Dienstleistungen
Beschäftigtenzahl steigt ebenfalls

Die rheinland-pfälzischen Dienstleistungsbereiche, die überwiegend unternehmensnahen Service anbieten, erwirtschafteten von Juli bis September 2015 mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Erlöse um 5,1 Prozent über dem Niveau des dritten Quartals 2014 (Deutschland: plus 3,3 Prozent). In den ersten beiden Quartalen waren die Umsätze bereits höher ausgefallen als im vergangenen Jahr: Im ersten Quartal gab es ein Plus von 1,3 Prozent und im zweiten Quartal einen Anstieg von 3,1 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum. Die Beschäftigtenzahl legte ebenfalls zu – sie war im dritten Quartal 2015 um 1,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor (Deutschland: plus 2,6 Prozent). Im ersten und zweiten Quartal beliefen sich die Zuwächse auf 1,2 bzw. 1,5 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahreszeitraum.

Umsatz

Drei der vier Dienstleistungsbereiche verbuchten Umsatzsteigerungen gegenüber dem dritten Vorjahresquartal. Besonders kräftig fiel die Zunahme im Bereich Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen aus (plus 11,3 Prozent); hierzu zählen z. B. die Vermittlung von Arbeitskräften sowie Hausmeister- und Reinigungsdienste. Auch im Bereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen – dazu gehören Architektur- und Ingenieurbüros sowie die Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatungen – lagen die Erlöse deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (plus 8,4 Prozent). Lediglich im Bereich Verkehr und Lagerei, dem u. a. der Straßen- und Schienenverkehr, die Schiff- und Luftfahrt sowie Post-, Kurier- und Expressdienste zugerechnet werden, waren die Umsätze etwas geringer als im dritten Quartal 2014 (minus 0,5 Prozent).

Beschäftigung

Zur insgesamt positiven Beschäftigungsentwicklung trug vor allem der Bereich Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen bei; dort erhöhte sich die Beschäftigtenzahl innerhalb eines Jahres um 5,7 Prozent. Im Bereich Verkehr und Lagerei ergab sich ein geringes Plus von 0,4 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2014. Im Wirtschaftszweig Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen blieb die Beschäftigtenzahl nahezu unverändert (plus 0,1 Prozent). Ein Beschäftigungsrückgang war im Bereich Information und Kommunikation zu verzeichnen (minus 2,8 Prozent).

Die Daten stammen aus der Konjunkturerhebung im Dienstleistungsbereich. Diese Erhebung stellt vierteljährlich Indizes des Umsatzes und der Beschäftigung sowie Veränderungsraten bereit. Die Datenerhebung erfolgt in Form eines Mixmodells aus Verwaltungsdatennutzung und ergänzender Primärerhebung. Verwendet werden die Daten der Finanzverwaltung zur Umsatzsteuervoranmeldung sowie der Bundesagentur für Arbeit zu den Beschäftigten. Berücksichtigt werden Unternehmen oder Einrichtungen zur Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit in den Wirtschaftsabschnitten Verkehr und Lagerei, Information und Kommunikation, Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen. Aus dieser Konjunkturstatistik liegen keine absoluten Werte und keine Regionalangaben vor.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen)