Umsatzplus bei unternehmensnahen Dienstleistungen
Beschäftigtenzahl steigt ebenfalls

Die rheinland-pfälzischen Dienstleistungsunternehmen, die überwiegend unternehmensnahen Service anbieten, erwirtschafteten 2015 höhere Umsätze als im Vorjahr. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Erlöse in allen vier Quartalen über dem Niveau des jeweiligen Vorjahreszeitraums. In den Monaten Oktober bis Dezember 2015 waren die Umsätze um 3,3 Prozent höher als im vierten Quartal 2014 (Deutschland: plus 2,9 Prozent). Die Beschäftigtenzahl stieg ebenfalls; es war ein Zuwachs von 2,1 Prozent gegenüber dem letzten Vorjahresquartal zu verzeichnen (Deutschland: plus 3,4 Prozent).

Umsatz

Drei der vier Dienstleistungsbereiche verbuchten Umsatzsteigerungen gegenüber dem vierten Quartal 2014. Besonders kräftig fiel die Zunahme im Bereich „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ aus (plus 11,3 Prozent); hierzu zählen z. B. die Vermittlung von Arbeitskräften sowie Hausmeister- und Reinigungsdienste. Auch im Wirtschaftszweig „Information und Kommunikation“ legten die Erlöse deutlich zu (plus 7,9 Prozent). Lediglich im Bereich „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ – dazu gehören Architektur- und Ingenieurbüros sowie die Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatungen – lagen die Erlöse im vierten Quartal 2015 unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (minus 3,6 Prozent).

Beschäftigung

Zur insgesamt positiven Beschäftigungsentwicklung trug vor allem die „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ bei; dort war die Beschäftigtenzahl im vierten Quartal 2015 um 5,2 Prozent höher als im letzten Quartal des Vorjahres. In den Bereichen „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ sowie „Verkehr und Lagerei“ lag die Beschäftigung ebenfalls über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (plus 1,4 bzw. plus 0,8 Prozent). Lediglich im Wirtschaftszweig „Information und Kommunikation“ war ein Beschäftigungsrückgang zu verzeichnen (minus 1,1 Prozent).

Die Daten stammen aus der Konjunkturerhebung im Dienstleistungsbereich. Diese Erhebung stellt vierteljährlich Indizes des Umsatzes und der Beschäftigung sowie Veränderungsraten bereit. Die Datenerhebung erfolgt in Form eines Mixmodells aus Verwaltungsdatennutzung und ergänzender Primärerhebung. Verwendet werden die Daten der Finanzverwaltung zur Umsatzsteuervoranmeldung sowie der Bundesagentur für Arbeit zu den Beschäftigten. Berücksichtigt werden Unternehmen oder Einrichtungen zur Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit in den Wirtschaftsabschnitten Verkehr und Lagerei, Information und Kommunikation, Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen. Aus dieser Konjunkturstatistik liegen keine absoluten Werte und keine Regionalangaben vor.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen)