Umsatzrückgang bei unternehmensnahen Dienstleistungen
Beschäftigtenzahl gestiegen

Die rheinland-pfälzischen Dienstleistungsbereiche, die überwiegend unternehmensnahen Service anbieten, erwirtschafteten von Januar bis März 2016 weniger Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Erlöse um 2,2 Prozent unter dem Niveau des ersten Quartals 2015 (Deutschland: plus 3,1 Prozent). Die Beschäftigtenzahl war im ersten Quartal 2016 um 3,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor (Deutschland: plus 3,8 Prozent).

Umsatz

Drei der vier Dienstleistungsbereiche verbuchten Umsatzsteigerungen gegenüber dem ersten Vorjahresquartal. Besonders kräftig fiel die Zunahme im Bereich Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen aus (plus 9,3 Prozent); hierzu zählen z. B. die Vermittlung von Arbeitskräften sowie Hausmeister- und Reinigungsdienste. Auch im Bereich Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen – dazu gehören Architektur- und Ingenieurbüros sowie die Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatungen – lagen die Erlöse deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (plus 6,9 Prozent). Im Bereich Verkehr und Lagerei ergab sich ein leichtes Plus von 1,2 Prozent. Ein rechnerischer Umsatzrückgang war im Bereich Information und Kommunikation zu verzeichnen (minus 18,1 Prozent), der auf einen erhebungsbedingten Sondereffekt zurückgeht. Dieser Sondereffekt wirkt sich auch auf das Gesamtergebnis aus.

Beschäftigung

In drei der vier Bereiche erhöhten sich die Beschäftigtenzahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den stärksten Anstieg gab es im Bereich Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (plus 5,6 Prozent). Im Wirtschaftszweig Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen nahm die Zahl der Beschäftigten um 4,7 Prozent zu. Der Bereich Information und Kommunikation verzeichnete einen Zuwachs von 4,1 Prozent. Leicht rückläufig war die Beschäftigung im Bereich Verkehr und Lagerei (minus 0,3 Prozent).

Die Daten stammen aus der Konjunkturerhebung im Dienstleistungsbereich. Diese Erhebung stellt vierteljährlich Indizes des Umsatzes und der Beschäftigung sowie Veränderungsraten bereit. Die Datenerhebung erfolgt in Form eines Mixmodells aus Verwaltungsdatennutzung und ergänzender Primärerhebung. Verwendet werden die Daten der Finanzverwaltung zur Umsatzsteuervoranmeldung sowie der Bundesagentur für Arbeit zu den Beschäftigten. Berücksichtigt werden Unternehmen oder Einrichtungen zur Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit in den Wirtschaftsabschnitten Verkehr und Lagerei, Information und Kommunikation, Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen. Aus dieser Konjunkturstatistik liegen keine absoluten Werte und keine Regionalangaben vor.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen)