Unternehmensnahe Dienstleistungen im zweiten Quartal mit Umsatz- und Beschäftigtenplus

Die rheinland-pfälzischen Dienstleistungsbereiche, die überwiegend unternehmensnahen Service anbieten, erwirtschafteten im zweiten Quartal 2016 mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Erlöse mit einem Plus von 0,4 Prozent etwas über dem Niveau des zweiten Quartals 2015 (Deutschland: plus 4,8 Prozent). Die Beschäftigtenzahl war um 2,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor (Deutschland: plus 3,6 Prozent).

Umsatz

Drei der vier Dienstleistungsbereiche verbuchten Umsatzsteigerungen gegenüber dem zweiten Quartal 2015. Im Bereich „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“, zu dem Architektur- und Ingenieurbüros sowie die Rechts-, Steuer- und Unternehmensberatungen zählen, fiel der Zuwachs mit plus zwölf Prozent besonders kräftig aus. Auch im Bereich „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ – dazu gehören die Vermittlung von Arbeitskräften sowie Hausmeister- und Reinigungsdienste – sowie im Bereich „Verkehr und Lagerei“ lagen die Erlöse deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (plus 6,7 bzw. plus 5,7 Prozent). Ein rechnerischer Umsatzrückgang war im Bereich „Information und Kommunikation“ zu verzeichnen (minus 15,6 Prozent), der aber auf einen erhebungsbedingten Sondereffekt zurückgeht. Dieser Sondereffekt wirkt sich auch auf das Gesamtergebnis aus.

Beschäftigung

In drei der vier Bereiche erhöhten sich die Beschäftigtenzahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den stärksten Anstieg gab es im Bereich „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ (plus 3,7 Prozent). Im Wirtschaftszweig „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ nahm die Zahl der Beschäftigten um 2,9 Prozent zu. Der Bereich Verkehr und Lagerei verzeichnete einen Zuwachs von 1,9 Prozent. Fast unverändert blieb die Beschäftigung im Bereich „Information und Kommunikation“ (minus 0,1 Prozent).

Die Daten stammen aus der Konjunkturerhebung im Dienstleistungsbereich. Diese Erhebung stellt vierteljährlich Indizes des Umsatzes und der Beschäftigung sowie Veränderungsraten bereit. Die Datenerhebung erfolgt in Form eines Mixmodells aus Verwaltungsdatennutzung und ergänzender Primärerhebung. Verwendet werden die Daten der Finanzverwaltung zur Umsatzsteuervoranmeldung sowie der Bundesagentur für Arbeit zu den Beschäftigten. Berücksichtigt werden Unternehmen oder Einrichtungen zur Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit in den Wirtschaftsabschnitten Verkehr und Lagerei, Information und Kommunikation, Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen. Aus dieser Konjunkturstatistik liegen keine absoluten Werte und keine Regionalangaben vor.

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen)