Unternehmensnahe Dienstleistungen: Umsatzsteigerungen in der Mehrzahl der Bereiche – Beschäftigtenzahlen legen ebenfalls zu

Die Mehrzahl der Dienstleistungsbereiche in der rheinland-pfälzischen Wirtschaft, die unternehmensnahen Service anbieten, erwirtschafteten im dritten Quartal 2016 höhere Umsätze als im Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die Erlöse in drei der vier Dienstleistungsbereiche über dem Niveau des dritten Quartals 2015.

Die höchsten Umsatzsteigerungen gab es im Bereich „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“, zu dem die Vermittlung von Arbeitskräften sowie Hausmeister- und Reinigungsdienste gehören (plus 3,6 Prozent). Im Bereich „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ nahmen die Erlöse um 2,1 Prozent zu, im Bereich „Verkehr und Lagerei“ ergab sich ein Zuwachs von 1,6 Prozent. Lediglich im Bereich „Information und Kommunikation“ war ein deutlicher Umsatzrückgang zu verzeichnen (minus 23,4 Prozent), der aber auf einen erhebungsbedingten Sondereffekt zurückgeht. Dieser Effekt wirkt sich auch auf das Gesamtergebnis aller vier Dienstleistungsbereiche aus, sodass ein Vergleich mit dem Gesamtumsatz der unternehmensnahen Dienstleister im Vorjahreszeitraum nicht sinnvoll ist.

Beschäftigung

Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich in allen vier unternehmensnahen Dienstleistungsbereichen. Insgesamt lag sie im dritten Quartal 2016 um 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (Deutschland: plus 2,3 Prozent). Die größte prozentuale Steigerung verzeichnete der Bereich „Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen“ (plus 2,5 Prozent). Es folgten die Bereiche „Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“ sowie „Information und Kommunikation“ mit Zuwächsen von 2,1 Prozent bzw. 1,3 Prozent. Im Bereich „Verkehr und Lagerei“ war die Beschäftigtenzahl um 0,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Die Daten stammen aus der Konjunkturerhebung im Dienstleistungsbereich. Diese Erhebung stellt vierteljährlich Indizes des Umsatzes und der Beschäftigung sowie Veränderungsraten bereit. Die Datenerhebung erfolgt in Form eines Mixmodells aus Verwaltungsdatennutzung und ergänzender Primärerhebung. Verwendet werden die Daten der Finanzverwaltung zur Umsatzsteuervoranmeldung sowie der Bundesagentur für Arbeit zu den Beschäftigten. Berücksichtigt werden Unternehmen oder Einrichtungen zur Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit in den Wirtschaftsabschnitten Verkehr und Lagerei, Information und Kommunikation, Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen. Aus dieser Konjunkturstatistik liegen keine absoluten Werte und keine Regionalangaben vor.

Autorin: Marie-Luise Schmittel (Referat Analysen/Auswertungen)