Rückgang der Industrieproduktion im März 2020

Die rheinland-pfälzische Industrieproduktion ist im März 2020 zurückgegangen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lag der preis-, kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex um 3,4 Prozent unter dem Niveau von Februar.

Ein wesentlicher Grund für die Drosselung der Produktion dürften Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sein. So kam es in Teilen der Industrie zu Werksschließungen und Kurzarbeit. Allerdings sind nicht alle drei industriellen Hauptgruppen gleichermaßen betroffen. Starke Einbußen gab es in der Investitionsgüterindustrie, deren Output im März 9,4 Prozent geringer war als im Monat zuvor. Die Ausbringung der Konsumgüterhersteller sank ebenfalls deutlich (minus 6,2 Prozent). Hingegen steigerte die Vorleistungsgüterindustrie ihren Güterausstoß leicht um 0,5 Prozent.

Zum Produktionsanstieg in der Vorleistungsgüterindustrie leistete die Chemiebranche einen wesentlichen Beitrag. Die umsatzstärkste Industriebranche erhöhte ihre Ausbringung um 2,4 Prozent. Massive Einbußen mussten die Hersteller von Kraftwagen- und Kraftwagenteilen hinnehmen, die zur Investitionsgüterindustrie zählen und gemessen am Umsatz die zweitgrößte Industriebranche bilden. Ihr Güterausstoß brach im März um 24 Prozent ein. Der Maschinenbau, der auch zur Investitionsgüterindustrie gehört und unter den Industriebranchen an dritter Stelle steht, drosselte seine Produktion ebenfalls (minus vier Prozent).

Die Industrieproduktion lag im März 2020 deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats (minus 10,3 Prozent). In der Investitionsgüterindustrie reduzierte sich die Ausbringung um fast ein Drittel. Dazu trug der Einbruch der Kraftwagen- und Kraftwagenteileproduktion bei, die sich gegenüber März 2019 mehr als halbierte. Auch der Maschinenbau produzierte wesentlich weniger als im Vorjahresmonat. Vergleichsweise geringe Einbußen gab es in der Konsumgüter- und in der Vorleistungsgüterproduktion. Die Chemieindustrie konnte ihren Output sogar leicht steigern.

Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Messung der wirtschaftlichen Aktivität in der Industrie sowie in ausgewählten Branchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat angegeben. Weitere Erläuterungen

Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)

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