Landwirtschaft: Pressemitteilungen

Nach der sehr guten Getreideernte im vergangenen Jahr erwarten die Ernteberichterstatter des Statistischen Landesamtes in Bad Ems dieses Jahr eine unterdurchschnittliche Getreideernte. Nach den zum Stand 30. Juni vorliegenden Ergebnissen der Ernteberichterstattung wird eine geschätzte Getreideernte - ohne Körnermais - von knapp 1,4 Millionen Tonnen erwartet. Das wären fast 14 Prozent weniger als im vorigen Jahr. Der langjährige Durchschnitt würde um 4,9 Prozent unterschritten. Gründe für die kleinere Ernte sind die fehlenden Niederschläge im Frühjahr sowie die Hitzeperiode nach Pfingsten und die hochsommerlichen Temperaturen im Juli.

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Aquakultur - die Kultivierung von aquatischen Organismen, wie zum Beispiel Fischen - gewinnt weltweit immer mehr an Bedeutung und trägt zunehmend zur Versorgung der Bevölkerung mit Proteinen bei. In Rheinland-Pfalz spielt die Aquakultur allerdings nur eine untergeordnete Rolle. 32 Aquakulturbetriebe erzeugten nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems im Jahr 2013 rund 298 Tonnen Fisch. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies einen Rückgang von 2,8 Prozent dar. Die wichtigste Fischart in der Aquakulturproduktion ist die Regenbogenforelle; auf sie entfielen fast 80 Prozent der gesamten Erzeugung. Lachs- bzw. Bachforellen hatten Anteile von 8,6 bzw. 6,5 Prozent.

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Die Fleischerzeugung aus gewerblichen und privaten Schlachtungen betrug nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems im Jahr 2013 rund 129.400 Tonnen. Das war im Vergleich zum Jahr 2012 ein Rückgang von 2,2 Prozent. Auf Schweinefleisch (106.400 Tonnen) entfiel 82 Prozent der gesamten Fleischerzeugung. Die produzierte Menge an Schweinefleisch war im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig (minus 0,8 Prozent). Die Menge des erzeugten Rindfleisches sank um acht Prozent auf den bislang niedrigsten Wert von 22.400 Tonnen. Die Erzeugung von Schaf-, Ziegen- und Pferdefleisch ist mit 603 Tonnen (0,5 Prozent) nur von nachrangiger Bedeutung.

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Im Jahr 2013 wurden in Rheinland-Pfalz 3,4 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen (gerechnet ohne Rinde). Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 4,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf Nadelhölzer wie Fichte, Tanne oder Douglasie entfielen fast zwei Drittel des Einschlags. Rund 684.000 Kubikmeter - das entspricht 20 Prozent des gesamten Holzeinschlags - wurden als Energieholz genutzt. Ein Wert, der sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht hat. Im Jahr 2002 waren erst 241.000 Kubikmeter (8,5 Prozent) für energetische Zwecke genutzt worden. Knapp die Hälfte des gesamten Einschlags erfolgte im kommunalen und kirchlichen Wald, ein weiteres Drittel im Landeswald.

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In Rheinland-Pfalz wurden im Jahr 2013 rund 174 Millionen Eier in Betrieben mit mindestens 3.000 Haltungsplätzen erzeugt. Die Produktion lag damit geringfügig über dem Wert des Jahres 2012. Die Betriebe verfügten im Jahresdurchschnitt über knapp 737.000 Legehennenhaltungsplätze. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs ist neben der Kapazitätsausweitung bei den erfassten Betrieben auch darauf zurückzuführen, dass 2013 mit 36 Betrieben vier mehr als im Jahr 2012 befragt wurden. Ein Betrieb verfügte im Durchschnitt über 20.500 Haltungsplätzen. In Deutschland kam ein durchschnittlicher Betrieb im Jahr 2012 auf rund 31.200 Haltungsplätze.

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Die Wein ausbauenden Betriebe und Kellereien in Rheinland-Pfalz erzeugten aus der Traubenernte des Jahres 2013 gut 5,7 Millionen Hektoliter Wein. Das stellt nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems gegenüber der Vorjahresmenge von 5,9 Millionen Hektoliter eine Abnahme von 3,5 Prozent dar. Die Weinerzeugung blieb damit erneut unter dem zehnjährigen Durchschnitt von rund sechs Millionen Hektoliter.

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Im vergangenen Jahr bauten nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems knapp 500 landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz auf 19.800 Hektar Freilandflächen über 40 verschiedene Gemüsearten an. Im Jahr 2012 lag die Anbaufläche noch bei 19.400 Hektar. Im langfristigen Vergleich wurde der Gemüseanbau deutlich ausgeweitet. Im Jahr 2000 erstreckten sich die Gemüseanbauflächen auf 13.900 Hektar. Die Gemüseernte auf den Freilandflächen fiel 2013 mit rund 630.000 Tonnen um rund sieben Prozent kleiner aus als im letzten Jahr. Eine Ursache waren die Witterungsbedingungen im zurückliegenden Jahr. Sie waren von niedrigeren Temperaturen im Frühjahr und hohen Niederschlägen im Mai gekennzeichnet. Der Anbau von Gemüse unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen, wie z. B. Gewächshäuser, ist in Rheinland-Pfalz mit rund 50 Hektar von geringer Bedeutung.

 

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Im November 2013 wurden in Rheinland-Pfalz rund 363.500 Rinder registriert. Das bedeutet nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems gegenüber der Erhebung im November 2012 eine Erhöhung des Bestandes um 2,3 Prozent. Die Zahl der Schweine sank demgegenüber im gleichen Zeitraum um 5,1 Prozent auf 204.700. Der Rückgang beim Schafbestand (64.400 Tiere) betrug 6,8 Prozent. Bundesweit war im gleichen Zeitraum eine Zunahme des Rinderbestandes um 1,4 Prozent auf knapp 12,7 Millionen Tiere festzustellen. Der Schweinebestand nahm um 1 Prozent auf 28 Millionen Tiere ab. Bei den Schafen gab es einen Rückgang um rund 4,1 Prozent auf knapp 1,6 Millionen Tiere.

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Im Jahr 2013 bauten nach Angaben des Statistischen Landesamtes 48 landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz auf 256 Hektar Strauchbeeren an. Sie produzierten gut 1.000 Tonnen Strauchbeeren, wobei fast die Hälfte der Erntemenge auf Holunder entfiel. Größere Bedeutung haben noch Johannisbeeren und Himbeeren. Der Anbau von Strauchbeeren stellt für die rheinland-pfälzische Landwirtschaft ein Nischenprodukt dar. Rheinland-Pfalz rangierte im Jahr 2012 - gemessen an der Anbaufläche - auf Rang acht der Länder. Spitzenreiter war Niedersachsen mit über 1.600 Hektar.

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Die Landwirtschaft in Deutschland hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte regional auf bestimmte Produktionsverfahren spezialisiert. In Rheinland-Pfalz haben - nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems - Dauerkulturbetriebe eine große Bedeutung, zu denen Weinbau- und Obstbaubetriebe zählen. Zur Darstellung der regionalen Schwerpunkte haben die statistischen Ämter des Bundes und der Länder einen Online-Atlas Agrarstatistik entwickelt, der Karten zu 16 Themenfeldern bietet. Dazu gehören z. B. die Anzahl landwirtschaftlicher Betriebe und deren landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) sowie die Tierbestände.

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