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Erneut mehr Einbürgerungen

Im Jahr 2025 wurde 14.311 Ausländerinnen und Ausländern die deutsche Staatsangehörigkeit verliehen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, sind das rund 2.000 (16,7 Prozent) Einbürgerungen mehr als im Jahr zuvor. Mitursächlich für diesen deutlichen Anstieg dürften sich die Mitte 2024 in Kraft getretenen Änderungen des Staatsangehörigkeitsrechts ausgewirkt haben, die einerseits eine schnellere Einbürgerung und zudem auch die Mehrstaatigkeit ermöglichen.

Von den insgesamt 7.140 Frauen und den 7.171 Männern, die im vergangenen Jahr die deutsche Staatsangehörigkeit erhielten, lebten etwas weniger als ein Drittel (32,6 Prozent) erst bis zu acht Jahren in Deutschland (24,5 Prozent zwischen fünf und acht Jahren, 8,1 Prozent weniger als fünf Jahre). Im Durchschnitt waren die Eingebürgerten 32 Jahre alt.

Syrerinnen und Syrer größte Gruppe

Auch im Jahr 2025 stellten Syrerinnen und Syrer mit 3.337 Eingebürgerten die größte Staatszugehörigkeitsgruppe. Rund zehn Jahre nach Beginn der damaligen Zuwanderungswelle ist die Zahl der Einbürgerungen syrischer Staatsbürgerinnen und -bürger wie bereits im Vorjahr jedoch weiterhin rückläufig (2024: 4.503; 2023: 5.359). Wie bereits in 2024 belegten Türkinnen und Türken mit 1.336 Einbürgerungen Platz zwei, gefolgt von Personen russischer (852), afghanischer (573), rumänischer (510) und iranischer (442) Nationalität. Der deutliche Anstieg von Einbürgerungen türkischer Staatsbürgerinnen und-bürger (2024: 830; 2023: 460) dürfte auch Folge der neuen Regelungen zur erleichterten „doppelten“ Staatsangehörigkeit sein. Vor der Reform mussten ausländische Staatsangehörige bei einer Einbürgerung ihre bisherige Staatsangehörigkeit in der Regel aufgeben – dies ist jetzt nicht mehr erforderlich.

Unter den Nationalitäten, die in Rheinland-Pfalz Ende des Jahres 2025 mit mindestens 500 Personen vertreten waren, verzeichneten Staatenlose mit 10,8 Prozent die höchste Einbürgerungsneigung, gefolgt von Weißrussinnen und Weißrussen (10,5 Prozent) sowie Jordanierinnen und Jordaniern (9,5 Prozent). Unter den Syrerinnen und Syrern, die trotz Rückgang immer noch die größte Gruppe der Eingebürgerten stellten, lag die Einbürgerungsneigung mit 6,9 Prozent deutlich niedriger.

Regionale Unterschiede

Die mit Abstand höchste Zahl von Einbürgerungsurkunden wurde in der Landeshauptstadt Mainz (995) ausgehändigt, gefolgt von dem Landkreis Neuwied (979) und dem Landkreis Mainz-Bingen (978). 

Die höchste regionale Einbürgerungsneigung bestand im Jahr 2025 bei Ausländerinnen und Ausländern in der kreisfreien Stadt Zweibrücken (5,4 Prozent aller Ausländerinnen und Ausländer laut Ausländerzentralregister), im Landkreis Ahrweiler (5,0 Prozent) sowie dem Rhein-Hunsrück-Kreis (4,2 Prozent). Landesweit ergibt sich ein Wert von 2,3 Prozent. 

Methodische Hinweise

Die für die Erstellung der Einbürgerungsstatistik maßgeblichen Daten werden den statistischen Landesämtern von den Einbürgerungsbehörden übermittelt. Einbürgerungsbehörden sind in Rheinland-Pfalz die Verwaltungen der kreisfreien Städte und Landkreise. Nach dem bis Mitte 2024 geltenden Staatsangehörigkeitsgesetz hatten insbesondere Personen, die seit mindestens acht Jahren in Deutschland leben, einen besonderen Anspruch auf Einbürgerung, wenn sie bestimmte gesetzlich festgelegte Anforderungen erfüllen. Nach Inkrafttreten des Staatsangehörigkeitsmodernisierungsgesetzes (StARModG) am 27. Juni 2024 besteht für rechtmäßig in Deutschland ansässige Ausländerinnen und Ausländer die Option, bereits nach fünf Jahren regulär die deutsche Staatsbürgerschaft zu beantragen.Bei besonderer Integrationsleistung konnte in einem gut einjährigen Übergangszeitraum diese Frist auf drei Jahre verkürzt werden. Die Verkürzung auf drei Jahre wurde mit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts zum 30. Oktober 2025 wieder zurückgenommen, sodass die Einbürgerung nun im Regelfall frühestens nach fünf Jahren rechtmäßigem Aufenthalt in Deutschland erfolgt. Neben der Mindestaufenthaltsdauer ist die Erlangung der deutschen Staatsangehörigkeit an weitere Bedingungen geknüpft. Durch die Einbürgerung werden die Betroffenen gleichberechtigte deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger mit allen Rechten und Pflichten. 

Zur Wahrung der Geheimhaltung persönlicher Verhältnisse werden ab dem Berichtsjahr 2025 alle Fallzahlen der Einbürgerungsstatistik mit einem Verfahren der stochastischen Überlagerung nach der Cell-Key-Methode (CKM) leicht verändert ausgewiesen. Abweichungen zwischen den ausgewiesenen Gesamtsummen und den Summen der Einzelwerte, die für deren Ermittlung maßgeblich sind, ergeben sich durch dieses Geheimhaltungsverfahren. Alle ausgewiesenen Anteils- und Verhältniszahlen sind unter Verwendung der überlagerten Ergebnisse ermittelt worden.

Für die Bildung von Verhältniszahlen wurden Daten des Ausländerzentralregisters herangezogen.

Autor: Marcel Heinecke (Referat Bevölkerung, Zensus)

Eingebürgerte Personen 2000–2025 nach Geschlecht¹

Anzahl

1 Geheimhaltung mittels Cell-Key-Methode (CKM) ab dem Berichtsjahr 2025.
2021: einschließlich 134 Nachmeldungen für den Landkreis Neuwied aus dem Jahr 2020.
Quelle: Einbürgerungsstatistik

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Eingebürgerte Personen 2025 nach Alter, Geschlecht und Verwaltungsbezirken¹

Verwaltungsbezirk

Insgesamt

Insgesamt in % ²

Frauen

unter 18 Jahren

18 Jahre und älter

Kreisfreie Städte

Frankenthal (Pfalz)

134 

1,1

64 

40 

94 

Kaiserslautern

862 

3,6

398 

204 

657 

Koblenz

812 

4,0

384 

179 

631 

Landau in der Pfalz

196 

2,8

102 

48 

150 

Ludwigshafen am Rhein

497 

0,8

244 

141 

356 

Mainz

995 

2,2

493 

184 

811 

Neustadt an der Weinstraße

200 

2,5

96 

60 

140 

Pirmasens

174 

2,3

79 

24 

150 

Speyer

123 

1,3

71 

29 

95 

Trier

736 

3,2

326 

147 

589 

Worms

773 

3,7

362 

187 

586 

Zweibrücken

244 

5,4

128 

72 

173 

Landkreise

Ahrweiler

783 

5,0

390 

207 

576 

Altenkirchen (Ww.)

359 

2,5

186 

61 

298 

Alzey-Worms

410 

2,4

207 

89 

320 

Bad Dürkheim

255 

1,7

136 

65 

190 

Bad Kreuznach

387 

1,6

200 

73 

315 

Bernkastel-Wittlich

146 

0,9

65 

45 

99 

Birkenfeld

289 

2,6

139 

73 

216 

Cochem-Zell

157 

2,2

82 

33 

125 

Donnersbergkreis

83 

1,0

45 

19 

64 

Eifelkreis Bitburg-Prüm

218 

1,2

120 

56 

162 

Germersheim

610 

3,1

318 

152 

458 

Kaiserslautern

164 

1,4

96 

35 

127 

Kusel

144 

2,4

81 

44 

101 

Mainz-Bingen

978 

3,5

507 

197 

783 

Mayen-Koblenz

549 

2,1

268 

134 

412 

Neuwied

979 

4,0

511 

245 

734 

Rhein-Hunsrück-Kreis

535 

4,2

257 

133 

402 

Rhein-Lahn-Kreis

435 

2,9

214 

88 

347 

Rhein-Pfalz-Kreis

0,0

Südliche Weinstraße

60 

0,5

32 

51 

Südwestpfalz

41 

0,7

29 

38 

Trier-Saarburg

307 

1,3

163 

81 

227 

Vulkaneifel

146 

2,2

68 

39 

107 

Westerwaldkreis

523 

2,1

274 

127 

395 

Rheinland-Pfalz

14.311 

2,3

7.140  

3.326 

10.985 

   Kreisfreie Städte

5.745 

2,4

2.747  

1.316 

4.430 

   Landkreise

8.564 

2,2

4.395  

2.010 

6.555 

1 Geheimhaltung mittels Cell-Key-Methode (CKM).
2 Bezogen auf die ausländische Bevölkerung am 31.12.2025 gemäß Ausländerzentralregister.
Quelle: Einbürgerungsstatistik, Ausländerstatistik

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