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Industrie startet mit Umsatzplus ins Jahr 2026

Nach drei Jahren mit rückläufiger Entwicklung ist die rheinland-pfälzische Industrie erstmals wieder mit einem Umsatzplus ins neue Jahr gestartet. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems lagen die nominalen Umsätze – also ohne Preisbereinigung – im Januar 2026 um 1,3 Prozent über dem Vorjahresmonat (Deutschland: minus 1,2 Prozent).

Die Zahl der Beschäftigten ging dagegen zurück. Sie lag um 1,6 Prozent niedriger aus als im Januar 2025 (Deutschland: minus 2,2 Prozent).

Die Industriebetriebe erzielten im Januar 2026 einen Gesamtumsatz von 7,5 Milliarden Euro. Die Nachfrage aus dem Ausland stieg um 1,8 Prozent auf knapp 4,2 Milliarden Euro. Davon entfielen zwei Milliarden Euro auf die Eurozone. Das Umsatzplus belief sich hier auf 4,3 Prozent. Die Exportquote erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 56,7 Prozent.

Der Inlandsumsatz lag bei 3,2 Milliarden Euro (plus 0,7 Prozent). Zum Vergleich: Deutschlandweit gingen die Umsätze aus dem In- bzw. Ausland um 1,9 Prozent bzw. 0,6 Prozent zurück.

Kraftfahrzeugbranche mit deutlichen Umsatzplus

In vier der zehn umsatzstärksten Branchen stiegen die Umsätze im Vergleich zum Januar 2025 an. Deutliche Steigerungen gab es mit 43 Prozent bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen. Hintergrund ist ein sehr umsatzschwacher Januar 2025. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2025 gingen die Erlöse im Januar 2026 um 38 Prozent zurück.

Die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren steigerten ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls (plus 14 Prozent). Auch die Maschinenbauer und Hersteller von Metallerzeugnissen erhöhten ihre Umsätze (plus 6,4 Prozent bzw. 2,5 Prozent).

Bei der Chemischen Industrie, dem umsatzstärksten Wirtschaftszweig in Rheinland-Pfalz, verringerten sich die Umsätze um 3,7 Prozent. Den größten Umsatzrückgang verbuchten die Metallerzeuger und -bearbeiter (minus 13,6 Prozent). Bei den Herstellern von Nahrungs- und Futtermitteln lagen die Rückgänge bei 8,2 Prozent.

Großteil der Branchen mit Beschäftigungsrückgängen 

Im Durchschnitt waren im Januar 2026 in der rheinland-pfälzischen Industrie 255.000 Personen beschäftigt. Im Vergleich zum Januar 2025 waren das 4.200  bzw. 1,6 Prozent weniger.

Nur vier der zehn umsatzstärksten Branchen verzeichneten Beschäftigungszuwächse: Die Pharmaindustrie sowie die Nahrungs- und Futtermittelindustrie erhöhten den Personalbestand um 2,9 Prozent. Die Hersteller von Papier und Pappe steigerten ihre Beschäftigtenzahl um 2,4 Prozent.

Die größten Beschäftigungsrückgänge registrierten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (minus 7,8 Prozent), dicht gefolgt von den Metallerzeugern und –bearbeitern (minus 7,3 Prozent). Im Maschinenbau lagen die Rückgänge bei vier Prozent und in der Chemischen Industrie bei 2,2 Prozent.

Methodische Hinweise

Die Daten stammen aus dem Monatsbericht für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden, zu dem die Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten regelmäßig melden. Befragt werden rund 1.000 Betriebe. Die Betriebe werden nach dem wirtschaftlichen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit eindeutig einer Industriebranche zugeordnet. Die gemeldeten Umsätze und Beschäftigtenzahlen werden dann vollständig diesem Wirtschaftsbereich zugerechnet, auch wenn der Betrieb noch in weiteren Wirtschaftszweigen tätig ist. Durch Veränderungen in der Produktionsstruktur kann sich der wirtschaftliche Schwerpunkt eines Betriebes im Zeitverlauf ändern. In diesem Fall wird der Betrieb dann seinem neuen Schwerpunkt entsprechend einem anderen Wirtschaftszweig zugeordnet. Diese Umsetzungen werden stets zu Beginn eines neuen Berichtsjahres vollzogen.

Ausgewiesen werden die nominalen Umsätze, d.h. eine Preisbereinigung erfolgt nicht.

Autorin: Inga Haferstock (Referat Unternehmensstatistiken)

Industrieumsatz insgesamt sowie Auslands- und Inlandsumsatz

Milliarden Euro

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Umsätze und Beschäftigte der Industrie im Januar 2026

Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in %

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Umsätze in der rheinland-pfälzischen Industrie im Januar 2026 nach ausgewählten Wirtschaftszweigen

Wirtschaftszweig

Januar 2026
in 1.000 Euro

Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat in %

Herstellung von chemischen Erzeugnissen

2.200.873

-3,7

Maschinenbau

824.721

6,4

Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen

590.791

42,8

Herstellung von Metallerzeugnissen

381.902

2,5

Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren

580.027

14,0

Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden

262.223

-1,4

Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln

423.009

-8,2

Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen

421.012

-7,3

Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus

303.042

-3,9

Herstellung von elektrischen Ausrüstungen

155.193

-2,5

Metallerzeugung und -bearbeitung

372.945

-13,6

Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen

110.414

30,9

Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel)

120.077

-2,3

Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen

97.309

-1,8

Getränkeherstellung

230.856

6,0

 Verarbeitendes Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden

7.457.512

1,3

Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden

3.033

-19,8

 Verarbeitendes Gewerbe 

7.454.479

1,3

Beschäftigte in der rheinland-pfälzischen Industrie im Januar 2026 nach ausgewählten Wirtschaftszweigen

Wirtschaftszweig

Januar 2026
in 1.000 Euro

Veränderung
gegenüber dem
Vorjahresmonat in %

Herstellung von chemischen Erzeugnissen

44.675

-2,2

Maschinenbau

35.498

-4,0

Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen

18.773

-7,8

Herstellung von Metallerzeugnissen

21.779

-3,4

Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren

20.939

0,1

Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden

13.324

-3,2

Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln

15.447

2,9

Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen

12.118

2,9

Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus

8.765

2,4

Herstellung von elektrischen Ausrüstungen

8.309

-5,4

Metallerzeugung und -bearbeitung

7.874

-7,3

Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen

8.646

11,3

Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel)

5.913

-6,2

Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen

5.759

-1,9

Getränkeherstellung

6.059

9,3

 Verarbeitendes Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden

254.813

-1,6

Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden

257

-12,6

 Verarbeitendes Gewerbe 

254.556

-1,6

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