Die Zahl der Beschäftigten ging dagegen zurück. Sie lag um 1,6 Prozent niedriger aus als im Januar 2025 (Deutschland: minus 2,2 Prozent).
Die Industriebetriebe erzielten im Januar 2026 einen Gesamtumsatz von 7,5 Milliarden Euro. Die Nachfrage aus dem Ausland stieg um 1,8 Prozent auf knapp 4,2 Milliarden Euro. Davon entfielen zwei Milliarden Euro auf die Eurozone. Das Umsatzplus belief sich hier auf 4,3 Prozent. Die Exportquote erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 56,7 Prozent.
Der Inlandsumsatz lag bei 3,2 Milliarden Euro (plus 0,7 Prozent). Zum Vergleich: Deutschlandweit gingen die Umsätze aus dem In- bzw. Ausland um 1,9 Prozent bzw. 0,6 Prozent zurück.
Kraftfahrzeugbranche mit deutlichen Umsatzplus
In vier der zehn umsatzstärksten Branchen stiegen die Umsätze im Vergleich zum Januar 2025 an. Deutliche Steigerungen gab es mit 43 Prozent bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen. Hintergrund ist ein sehr umsatzschwacher Januar 2025. Gegenüber dem Vormonat Dezember 2025 gingen die Erlöse im Januar 2026 um 38 Prozent zurück.
Die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren steigerten ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls (plus 14 Prozent). Auch die Maschinenbauer und Hersteller von Metallerzeugnissen erhöhten ihre Umsätze (plus 6,4 Prozent bzw. 2,5 Prozent).
Bei der Chemischen Industrie, dem umsatzstärksten Wirtschaftszweig in Rheinland-Pfalz, verringerten sich die Umsätze um 3,7 Prozent. Den größten Umsatzrückgang verbuchten die Metallerzeuger und -bearbeiter (minus 13,6 Prozent). Bei den Herstellern von Nahrungs- und Futtermitteln lagen die Rückgänge bei 8,2 Prozent.
Großteil der Branchen mit Beschäftigungsrückgängen
Im Durchschnitt waren im Januar 2026 in der rheinland-pfälzischen Industrie 255.000 Personen beschäftigt. Im Vergleich zum Januar 2025 waren das 4.200 bzw. 1,6 Prozent weniger.
Nur vier der zehn umsatzstärksten Branchen verzeichneten Beschäftigungszuwächse: Die Pharmaindustrie sowie die Nahrungs- und Futtermittelindustrie erhöhten den Personalbestand um 2,9 Prozent. Die Hersteller von Papier und Pappe steigerten ihre Beschäftigtenzahl um 2,4 Prozent.
Die größten Beschäftigungsrückgänge registrierten die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (minus 7,8 Prozent), dicht gefolgt von den Metallerzeugern und –bearbeitern (minus 7,3 Prozent). Im Maschinenbau lagen die Rückgänge bei vier Prozent und in der Chemischen Industrie bei 2,2 Prozent.
Methodische Hinweise
Die Daten stammen aus dem Monatsbericht für Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden, zu dem die Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten regelmäßig melden. Befragt werden rund 1.000 Betriebe. Die Betriebe werden nach dem wirtschaftlichen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit eindeutig einer Industriebranche zugeordnet. Die gemeldeten Umsätze und Beschäftigtenzahlen werden dann vollständig diesem Wirtschaftsbereich zugerechnet, auch wenn der Betrieb noch in weiteren Wirtschaftszweigen tätig ist. Durch Veränderungen in der Produktionsstruktur kann sich der wirtschaftliche Schwerpunkt eines Betriebes im Zeitverlauf ändern. In diesem Fall wird der Betrieb dann seinem neuen Schwerpunkt entsprechend einem anderen Wirtschaftszweig zugeordnet. Diese Umsetzungen werden stets zu Beginn eines neuen Berichtsjahres vollzogen.
Ausgewiesen werden die nominalen Umsätze, d.h. eine Preisbereinigung erfolgt nicht.
Autorin: Inga Haferstock (Referat Unternehmensstatistiken)