In allen drei Güterhauptgruppen nahm der Output zu. Die Hersteller von Investitionsgütern steigerten ihre Produktion um 2,5 Prozent und die Vorleistungsgüterindustrie erhöhte ihre Ausbringung um 2,2 Prozent. Der Güterausstoß der Konsumgüterproduzenten stieg leicht um 0,6 Prozent.
Die drei umsatzstärksten Industriebranchen entwickelten sich unterschiedlich. Das Plus in der Vorleistungsgüterindustrie dürfte vor allem auf die Produktionssteigerung in der Chemieindustrie zurückzuführen sein. Die mit Abstand umsatzstärkste Industriebranche steigerte ihren Output gegenüber dem Vormonat kräftig um sieben Prozent. In der Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie, die zur Investitionsgüterindustrie zählt, stieg die Ausbringung um 3,9 Prozent. Im Maschinenbau, der ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie gehört, sank der Güterausstoß hingegen um 0,6 Prozent.
Die Industrieproduktion war im Oktober 2025 höher als im Vorjahresmonat. Preis- und kalenderbereinigt lag die Ausbringung um 2,7 Prozent über dem Niveau von Oktober 2024. In der Investitionsgüterindustrie gab es einen kräftigen Zuwachs (plus 21 Prozent). Dazu trug vor allem die deutliche Produktionssteigerung bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen bei, die ihren Output gegenüber dem Vorjahresmonat um 52 Prozent erhöhten, allerdings ausgehend von einem sehr niedrigen Vorjahreswert. Im Maschinenbau stieg der Güterausstoß um 8,6 Prozent. Die Konsumgüterindustrie steigerte ihre Ausbringung gegenüber Oktober 2024 leicht um 0,7 Prozent. Die Produktion in der Vorleistungsgüterindustrie war hingegen rückläufig (minus 5,4 Prozent), was vor allem am kräftigen Produktionsrückgang in der Chemieindustrie liegen dürfte. Der Output der Hersteller chemischer Erzeugnisse verringerte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um zehn Prozent.
Methodische Hinweise
Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Beobachtung der wirtschaftlichen Aktivitäten in der Industrie insgesamt sowie in ausgewählten Industriebranchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Die Berechnungen beruhen auf vorläufigen Ergebnissen; nachträgliche Änderungen durch spät eintreffende oder korrigierte Meldungen von Betrieben sind möglich. Die Kalender- und Saisonbereinigung erfolgt mit dem Verfahren X13 in JDemetra+. Weitere Erläuterungen
Autor: Maximilian Lüke (Referat Analysen Wirtschaft)