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Tourismus unter Corona und Flutkatastrophe im Ahrtal

Die Corona-Pandemie und die ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung stellten den rheinland-pfälzischen Tourismus vor noch nie dagewesenen Herausforderungen. Wiederkehrende Lockdown-Phasen sowie Auflagen zum Infektionsschutz ließen keinen normalen Betrieb zu. In der Folge kam es in den Tourismusbetrieben zu erheblichen wirtschaftlichen Einschnitten.

Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 lagen die Einbußen bei den Gästen und Übernachtungen 2020 bei minus 40 bzw. minus 33 Prozent. Im zweiten Corona-Jahr 2021 fielen die Rückgänge mit minus 46 bei den Gästezahlen bzw. minus 38 Prozent bei den Übernachtungen noch deutlicher aus. Einen weiteren Tiefschlag erlitten die Gemeinden des Ahrtals sowie angrenzende Regionen infolge der verheerende Flutkatastrophe Mitte Juli 2021. Die Folgen dieses Unwetters sind bis zum heutigen Tag spürbar.

Wie das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz in Bad Ems mitteilt, können die skizzierten Entwicklungen im aktualisierten Tourismusatlas detaillierter betrachtet werden. Die Erweiterung des Tourismusatlasses um die Daten aus dem Jahr 2021 ermöglicht es, die Auswirkungen des zweiten Pandemiejahres sowie die Folgen der Flutkatastrophe auf die rheinland-pfälzische Tourismusbranche kleinräumig zu analysieren. Der Tourismusatlas gibt beispielsweise Antworten auf die Fragen,

•    wo sich die Bedeutung der Hotellerie durch die Corona-Pandemie und die Flutkatastrophe verändert hat,
•    welche normalerweise touristisch gleichmäßig ausgelasteten Gebiete pandemiebedingt starken zeitlichen Schwankungen ausgesetzt waren,
• in welchen Gebieten die Bedeutung ausländischer Gäste im zweiten Corona-Jahr weiter abgenommen hat,
•    welche Hauptreiseziele nach wie vor von Gästen aus tourismusrelevanten Herkunftsländern angesteuert wurden.

Der Tourismusatlas ist ein Gemeinschaftsprodukt der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Er visualisiert regional tief gegliedert ausgewählte Jahresergebnisse der amtlichen Tourismusstatistik in Form von interaktiven Rasterkarten. Datenbasis der Karten sind die aggregierten und georeferenzierten Angaben der geöffneten, deutschen Beherbergungsbetriebe mit zehn oder mehr Schlafgelegenheiten. Der Atlas bietet verschiedene Auswertungsmöglichkeiten zu den Jahren 2017 bis 2021.

Weitere Informationen: tourismusatlas.statistikportal.de

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