Auftragseingänge nach Bauart und Auftraggeber
Sowohl der Tiefbau als auch der Hochbau erhielten im Oktober mehr Bestellungen als im September. Im Tiefbau stieg das Ordervolumen um 19 Prozent. Dazu trug der Straßenbau bei, der aufgrund von Großaufträgen einen deutlichen Zuwachs verzeichnete (plus 71 Prozent). Auch im gewerblichen Tiefbau erhöhte sich die Nachfrage kräftig (plus 22 Prozent). Im sonstigen öffentlichen Tiefbau verringerten sich die Auftragseingänge hingegen um 20 Prozent. Bei den Betrieben des Hochbaus gingen insgesamt 7,7 Prozent mehr Bestellungen ein als im Vormonat. Begünstigt durch Großaufträge nahm das Ordervolumen im öffentlichen Hochbau, der Bautätigkeiten für Körperschaften des öffentlichen Rechts und Organisationen ohne Erwerbszweck umfasst, um 80 Prozent zu. Der Wohnungsbau verbuchte einen Zuwachs in Höhe von 3,3 Prozent. Nur der gewerbliche Hochbau musste Einbußen verkraften.
Baugewerblicher Umsatz nach Bauart und Auftraggeber
Die kalender- und saisonbereinigten Umsätze entwickelten sich in den beiden Teilbereichen des Bauhauptgewerbes unterschiedlich. Der Hochbau erzielte im Oktober deutlich höhere Erlöse als im September (plus 24 Prozent). Alle drei Teilbereiche des Hochbaus steigerten ihre Umsätze. Den stärksten Zuwachs verzeichnete der öffentliche Hochbau (plus 34 Prozent). Aber auch im gewerblichen Hochbau und im Wohnungsbau stiegen die Erlöse kräftig (plus 23 bzw. plus 20 Prozent). Der Tiefbau musste hingegen leichte Einbußen hinnehmen (minus ein Prozent). Zwei der drei Segmente verbuchten einen Umsatzrückgang. Im gewerblichen Tiefbau schrumpften die Erlöse um elf Prozent und im sonstigen öffentlichen Tiefbau um 6,5 Prozent. Im Straßenbau lagen die Umsätze elf Prozent über dem Niveau des Vormonats.
Vergleich zum Vorjahresmonat
Die Geschäfte im Bauhauptgewerbe liefen im Oktober 2025 besser als im Vorjahresmonat. Die kalenderbereinigten Auftragseingänge waren in jeweiligen Preisen 13 Prozent höher als im Oktober 2024. Die Nachfrage stieg im Hochbau um 17 Prozent und im Tiefbau um elf Prozent. Die baugewerblichen Umsätze fielen 8,4 Prozent höher aus als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Oktober 2024 wuchsen die Erlöse im Hochbau um 9,6 Prozent und im Tiefbau um 7,6 Prozent.
Methodische Hinweise
Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat. Ergänzend werden die kalenderbereinigten Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Die Kalender- und Saisonbereinigung erfolgt mit dem Verfahren X13 in JDemetra+. Weitere Erläuterungen
Autor: Moritz Hohlstein (Referat Analysen Wirtschaft)