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Zahl der Auszubildenden in Pflegeberufen deutlich gestiegen

Ende 2025 befanden sich in Rheinland-Pfalz rund 7.200 junge Menschen in einer Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems anhand vorläufiger Berechnungen mitteilt, lag die Zahl der Auszubildenden in diesem Bildungsgang 14 Prozent über dem Vorjahreswert.

Die Pflegeausbildung wurde mit Wirkung ab 2020 novelliert: Die bis dahin etablierten, getrennten Ausbildungen zur Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege wurden seither sukzessive von der generalistischen Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau abgelöst. In Rheinland-Pfalz wurde mit Beginn des Schuljahres 2024/25 die Pflegeausbildung für alle Jahrgänge vollständig umgestellt und erstmals ausschließlich die Ausbildung „Pflegefachmann/-frau“ angeboten.

Beliebte Ausbildungen in den Gesundheitsfachberufen

Unter den Gesundheitsfachberufen war die Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau mit rund 5.500 weiblichen und 1.700 männlichen Auszubildenden der am häufigsten gewählte Ausbildungsberuf. Mit deutlichem Abstand folgen die Ausbildungen in der Physiotherapie (2.000), Altenpflegehilfe (1.100), Ergotherapie (840) und Krankenpflegehilfe (600). Gegenüber dem Vorjahr stiegen neben der Zahl der Pflegeauszubildenden (plus 900) insbesondere auch die bestehenden Ausbildungsverhältnisse in der Krankenpflegehilfe (plus 160) und der Ergotherapie (plus 110). Demgegenüber meldeten die Gesundheitsschulen einen deutlichen Rückgang der in Ausbildung befindlichen Hebammen und Entbindungspfleger (minus 50). Dies ist im Wesentlichen auf die 2020 in Kraft getretene gesetzlich vorgeschriebene Akademisierung der Hebammenausbildung zurückzuführen. Folglich stieg in Rheinland-Pfalz die Zahl der in das Fach Hebammenwissenschaft eingeschriebenen Studierenden von rund 150 im Sommersemester 2024 auf etwa 180 im Sommersemester 2025.

Vergleichsweise hoher Ausländeranteil in der Pflegeausbildung

An den Schulen des Gesundheitswesens (ohne Pflegeausbildung) besaßen 2025 rund 14 Prozent der Schülerinnen und Schüler keine deutsche Staatsangehörigkeit. In der Pflegeausbildung an den Pflegeberufsfachschulen lag der Ausländeranteil mit 39 Prozent rund 2,8-mal so hoch.

Methodische Hinweise

Die Zahlen der Auszubildenden zum/-r Pflegefachmann/-frau stammen für die Jahr 2024 und 2025 aus der Pflegeausbildungsstatistik (Stichtag: 31.12.) und der Statistik der berufsbildenden Schulen (Ausländeranteil, Stichtag 24.09.). Die Ergebnisse für 2025 sind noch vorläufig; endgültige Ergebnisse stehen voraussichtlich im 2. Quartal 2026 zur Verfügung. Angaben zu den Pflegeausbildungen vor 2024 wurden aus der Statistik der Schulen des Gesundheitswesens und der Statistik der berufsbildenden Schulen gewonnen (Stichtag: Sept./Okt.).

Die Angaben zur Altenpflegehilfe stammen aus der Statistik der berufsbildenden Schulen. Alle anderen Angaben zu Auszubildenden in Gesundheitsfachberufen wurden in der Statistik der Schulen des Gesundheitswesens erhoben. Die Zahlen zu Studierenden in den Hebammenwissenschaften stammen aus der Studierendenstatistik. 

Autor: Dr. Marco Schröder (Referat Bildung)

Auszubildende in der Pflegeausbildung 2015–2025 nach Bildungsgängen

Anzahl

1 Einschließlich Teilzeitbildungsgänge und Universitätskursen.    
2 Einschließlich vorläufige Daten aus der Pflegeausbildungsstatistik    

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Schüler/-innen an Schulen des Gesundheitswesens und Pflegeauszubildende 2025/26 und 2024/25 nach Bildungsgang

Beruf

2025/26

2024/25

Pflegefachmann/-frau¹

7.208

6.304

Physiotherapeuten/-innen

1.991

1.934

Altenpflegehelfer/-innen²

1.131

1.124

Ergotherapeuten/-innen

839

725

Krankenpflegehelfer/-innen

608

447

Notfallsanitäter/-innen

555

539

Operationstechnische Assistenten/-innen

401

366

Pharmazeutisch-technische Assistenten/-innen

228

244

Medizinisch-technische. Radiologieassistenten/-innen

190

144

Anästhesietechnische Assistenten/-innen

177

152

Logopäden/-innen

171

157

Medizinisch-technische Laborassistenten/-innen

134

164

Diätassistenten/-innen

50

52

Masseure/-innen und medizinische Bademeister/-innen

33

37

Podologen/-innen

16

11

Physiotherapeuten/-innen (18-monatige Nachqualifizierung)

9

9

Hebammen, Entbindungspfleger

4

50

1 Vorläufige Daten aus der Pflegeausbildungsstatistik.
2 Daten der Statistik der berufsbildenden Schulen.

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