Getreide über Durchschnitt – stabile Erträge trotz Wetterextremen
Mit knapp 1,5 Millionen Tonnen lag die Getreideernte 2025 rund 14 Prozent über dem Vorjahr und fast fünf Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Ausschlaggebend waren erweiterte Anbauflächen sowie deutlich höhere Hektarerträge. Winterweizen hatte mit 746.200 Tonnen bzw. 51 Prozent den größten Anteil an der Gesamterntemenge in Rheinland-Pfalz. Die Erntemenge übertraf den mehrjährigen Durchschnitt um 4,6 Prozent, die Vorjahresmenge um 21 Prozent. Weitere Kulturen wie Winterraps, Kartoffeln und Silomais erzielten ebenfalls sehr gute Ergebnisse und stabilisierten die landwirtschaftliche Gesamtsituation. Nach schwachen Vorjahren konnte sich zudem die Obsternte deutlich erholen.
Weinmosternte durch nassen Herbst belastet
Die Weinmosternte belief sich 2025 auf rund 5,4 Millionen Hektoliter und lag damit 4,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau sowie 7,4 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Ursächlich waren vor allem die starken Niederschläge im September, die zu Fäulnis führten und eine intensive und schnelle Lese erforderlich machten. Während einzelne Anbaugebiete höhere Erntemengen verzeichneten, mussten insbesondere die größten Anbaugebiete Rheinhessen und Pfalz zweistellige Rückgänge hinnehmen.
Insgesamt zeigt das Erntejahr 2025 die hohe Anpassungsfähigkeit der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft. Angepasste Sortenwahl, flexible Bewirtschaftung und ein gutes Wassermanagement gewinnen angesichts zunehmender Wetterextreme weiter an Bedeutung.
Weiterführende Informationen im Datenblick
Der aktuelle Datenblick-Beitrag „Ernte 2025 – Trotz herausfordernder Witterungsverhältnisse: Gute Getreideernte, aber wenig Weinmost“ bietet einen kompakten Überblick über die wichtigsten Ergebnisse des Erntejahres 2025 in Rheinland-Pfalz. Zentrale Kennzahlen und Entwicklungen zu Getreide, Wein, Obst und weiteren Kulturen werden anschaulich dargestellt und durch Grafiken sowie kurze Einordnungen ergänzt.