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Erwerbstätigkeit geht im vierten Quartal leicht zurück

Der Rückgang der Erwerbstätigkeit setzte sich im Schlussquartal 2025 fort. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung der Länder mitteilt, sank die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Rheinland-Pfalz gegenüber dem vierten Quartal 2025 um 0,2 Prozent (minus 3.500 Personen; Bundesdurchschnitt: minus 0,1 Prozent). Insgesamt hatten im vierten Vierteljahr 2025 durchschnittlich 2,06 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Rheinland-Pfalz.

Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfenden Familienangehörigen stagnierte, nachdem sie seit 2014 kontinuierlich rückläufig war. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung blieb im vierten Vierteljahr nahezu unverändert. Die marginale Beschäftigung nahm das achte Quartal in Folge ab. 

Beschäftigungszunahme im Dienstleistungssektor

Positive Impulse kamen aus den Dienstleistungsbereichen . Hier nahm die Zahl der Erwerbstätigen im vierten Vierteljahr 2025 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7.500 Personen bzw. 0,5 Prozent zu (Deutschland: plus 0,3 Prozent) und erreichte einen neuen Höchstwert. Allerdings war der Anstieg ausschließlich auf den größten Teilbereich „Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung, Gesundheit“ zurückzuführen. Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich hier kräftig um 11.900 Personen (plus 1,6 Prozent; Deutschland: plus 1,5 Prozent). Im Teilbereich „Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation“ waren hingegen 4.300 Personen weniger tätig als im vierten Quartal 2024 (minus 0,9 Prozent; Deutschland: minus 0,4). Im kleinsten Teilbereich „Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister, Grundstücks- und Wohnungswesen“ sank die Zahl der Erwerbstätigen lediglich minimal um 100 Personen (unverändert; Deutschland: minus 0,7 Prozent).

Erwerbstätigkeit im Produzierenden Gewerbe stark rückläufig

Im Produzierenden Gewerbe nahm die Erwerbstätigkeit ebenfalls ab. Von Oktober bis Dezember 2025 arbeiteten in diesem Bereich 10.800 Personen weniger als ein Jahr zuvor (minus 2,1 Prozent; Deutschland: minus 1,7 Prozent). Das ist vor allem auf den größten Teilbereich, das Verarbeitende Gewerbe, zurückzuführen. Hier sank die Zahl der Erwerbstätigen um 8.800 Personen bzw. 2,5 Prozent (Deutschland: minus 2,4 Prozent). Aber auch das Baugewerbe verzeichnete einen Beschäftigungsrückgang. Das Minus betrug in diesem Bereich 2.500 Personen bzw. 1,9 Prozent (Deutschland: minus 0,8 Prozent).

Beschäftigung in der Landwirtschaft sinkt ebenfalls

Auch in der Landwirtschaft verringerte sich die Beschäftigung im vierten Quartal. Die Zahl der Erwerbstätigen ging um 300 Personen bzw. 0,9 Prozent zurück (Deutschland: unverändert).

Methodische Hinweise

Die Zahl der Erwerbstätigen (siehe Definition Erwerbstätige) wird als durchschnittliche Größe des Berichtszeitraums am Arbeitsort (Inlandskonzept) ausgewiesen, das heißt die Angaben beziehen sich auf Erwerbstätige, die – unabhängig von ihrem Wohnort – ihren Arbeitsplatz im jeweiligen Gebiet hatten. Zu den Erwerbstätigen zählen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und marginal Beschäftigte) oder als Selbstständige einschließlich mithelfender Familienangehörigen eine auf wirtschaftlichen Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Im Falle mehrerer Tätigkeiten wird der Erwerbstätige nur einmal gezählt (Personenkonzept).

Die Ergebnisse sind abgestimmt auf den Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes von Februar 2026.

Weitere Informationen finden Sie im Internetangebot des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung der Länder“ unter www.ak-etr.de

Autorin: Dr. Annette Tennstedt (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt)

Erwerbstätige am Arbeitsort 2024 und 2025 nach Ländern – in 1.000

 

Q1/24

Q2/24

Q3/24

Q4/24

Q1/25

Q2/25

Q3/25

Q4/25

Baden-Württemberg

6.389,8

6.416,6

6.413,2

6.440,3

6.394,1

6.418,2

6.409,8

6.431,1

Bayern

7.822,6

7.873,1

7.876,9

7.907,0

7.838,3

7.881,9

7.879,0

7.899,7

Berlin

2.188,3

2.197,5

2.195,7

2.209,1

2.187,8

2.193,9

2.190,5

2.202,3

Brandenburg

1.138,4

1.148,4

1.148,1

1.151,5

1.134,2

1.144,4

1.144,7

1.148,1

Bremen

443,2

444,2

445,4

448,1

444,5

445,3

446,2

448,8

Hamburg

1.351,2

1.355,8

1.357,9

1.369,4

1.364,1

1.368,1

1.368,1

1.377,4

Hessen

3.594,9

3.612,0

3.613,8

3.633,7

3.607,0

3.621,1

3.621,5

3.635,6

Mecklenburg-Vorpommern

743,4

754,3

757,5

753,5

741,7

753,2

756,3

751,3

Niedersachsen

4.212,4

4.237,3

4.246,0

4.253,1

4.214,0

4.240,4

4.249,9

4.257,7

Nordrhein-Westfalen

9.784,0

9.812,4

9.825,0

9.875,8

9.810,1

9.835,8

9.834,8

9.876,0

Rheinland-Pfalz

2.050,1

2.062,8

2.062,8

2.063,9

2.046,9

2.061,0

2.062,3

2.060,4

Saarland

520,7

520,7

520,4

521,4

515,1

516,0

516,7

517,3

Sachsen

2.054,6

2.063,2

2.067,9

2.072,1

2.045,0

2.048,4

2.050,7

2.054,1

Sachsen-Anhalt

983,2

988,5

991,0

993,4

979,4

982,9

985,8

987,3

Schleswig-Holstein

1.464,2

1.477,9

1.481,8

1.483,7

1.467,9

1.480,8

1.483,1

1.483,2

Thüringen

1.011,2

1.015,4

1.016,6

1.018,0

1.001,9

1.003,6

1.004,5

1.005,8

Deutschland

45.752,0

45.980,0

46.020,0

46.194,0

45.792,0

45.995,0

46.004,0

46.136,0

Westdeutschland (ohne Berlin)

37.633,0

37.812,7

37.843,3

37.996,4

37.702,0

37.868,6

37.871,4

37.987,1

Ostdeutschland (ohne Berlin)

5.930,7

5.969,8

5.981,0

5.988,5

5.902,2

5.932,5

5.942,1

5.946,6

Erwerbstätige am Arbeitsort 2024 und 2025 nach Ländern – Veränderung zum jeweiligen Vorjahresquartal in %

 

Q1/24

Q2/24

Q3/24

Q4/24

Q1/25

Q2/25

Q3/25

Q4/25

Baden-Württemberg

0,3

0,1

0,0

0,0

0,1

0,0

-0,1

-0,1

Bayern

0,4

0,3

0,2

0,2

0,2

0,1

0,0

-0,1

Berlin

0,5

0,4

0,2

0,1

0,0

-0,2

-0,2

-0,3

Brandenburg

0,2

0,1

0,1

0,2

-0,4

-0,3

-0,3

-0,3

Bremen

-0,1

0,2

0,4

0,4

0,3

0,2

0,2

0,2

Hamburg

1,0

0,8

0,6

0,6

1,0

0,9

0,8

0,6

Hessen

0,6

0,5

0,4

0,3

0,3

0,3

0,2

0,1

Mecklenburg-Vorpommern

-0,9

-1,0

-1,0

-0,8

-0,2

-0,1

-0,2

-0,3

Niedersachsen

0,2

0,1

0,0

0,0

0,0

0,1

0,1

0,1

Nordrhein-Westfalen

0,1

0,1

0,1

0,1

0,3

0,2

0,1

0,0

Rheinland-Pfalz

0,1

-0,1

-0,2

-0,2

-0,2

-0,1

0,0

-0,2

Saarland

-0,6

-0,7

-1,0

-1,2

-1,1

-0,9

-0,7

-0,8

Sachsen

-0,1

-0,2

-0,3

-0,4

-0,5

-0,7

-0,8

-0,9

Sachsen-Anhalt

-0,3

-0,2

-0,3

-0,3

-0,4

-0,6

-0,5

-0,6

Schleswig-Holstein

0,4

0,4

0,2

0,3

0,2

0,2

0,1

0,0

Thüringen

-0,9

-0,8

-0,8

-0,7

-0,9

-1,2

-1,2

-1,2

Deutschland

0,2

0,1

0,0

0,1

0,1

0,0

0,0

-0,1

Westdeutschland (ohne Berlin)

0,3

0,2

0,1

0,1

0,2

0,1

0,1

0,0

Ostdeutschland (ohne Berlin)

-0,3

-0,4

-0,4

-0,4

-0,5

-0,6

-0,7

-0,7

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