Vergleich zum Vormonat
Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Bad Ems auf der Basis vorläufiger Werte erhöhte sich der preis-, kalender- und saisonbereinigte Auftragseingangsindex im März 2026 gegenüber dem Vormonat deutlich um 8,6 Prozent. Das Inlandsgeschäft legte um zehn Prozent zu und die Bestellungen aus dem Ausland wuchsen um 7,7 Prozent.
In allen drei Güterhauptgruppen war die Nachfrage höher als im Februar 2026. Den stärksten Anstieg verzeichneten die Hersteller von Vorleistungsgütern mit plus 9,3 Prozent. In der Investitionsgüterindustrie erhöhte sich das Ordervolumen um 8,8 Prozent und in der Konsumgüterindustrie um 6,2 Prozent.
Für die Zunahme der Auftragseingänge in der Vorleistungsgüterindustrie waren unter anderem die Hersteller chemischer Erzeugnisse verantwortlich. Die umsatzstärkste Industriebranche erhielt im März 21 Prozent mehr Bestellungen als im Vormonat. Zu dem Nachfrageanstieg in der Investitionsgüterindustrie trug unter anderem der Maschinenbau bei, dessen Ordervolumen um 9,9 Prozent wuchs. Bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die ebenfalls zur Investitionsgüterindustrie zählen, gingen hingegen 8,4 Prozent weniger Aufträge ein als im Februar 2026.
Vergleich zum Vorjahresmonat
Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Nachfrage nach rheinland-pfälzischen Industrieprodukten. Preis- und kalenderbereinigt lag das Ordervolumen 13 Prozent über dem Niveau von März 2025. Aus dem Inland gingen zwölf Prozent und aus dem Ausland 14 Prozent mehr Bestellungen ein als im Vorjahresmonat. Die Produzenten von Investitionsgütern verbuchten ein kräftiges Auftragsplus in Höhe von 27 Prozent. Dazu trugen unter anderem der Maschinenbau sowie die Kraftwagen- und Kraftwagenteileindustrie bei (plus 9,4 bzw. plus 8,5 Prozent). In der Konsumgüterindustrie war das Ordervolumen 5,6 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Die Auftragseingänge in der Vorleistungsgüterindustrie erhöhten sich um 2,5 Prozent, was unter anderem auf den Nachfrageanstieg bei chemischen Erzeugnissen zurückzuführen ist (plus 8,3 Prozent).
Methodische Hinweise
Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Beobachtung der wirtschaftlichen Aktivitäten in der Industrie insgesamt sowie in ausgewählten Industriebranchen und konzentrieren sich daher auf den Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Die Berechnungen beruhen auf vorläufigen Ergebnissen; nachträgliche Änderungen durch spät eintreffende oder korrigierte Meldungen von Betrieben sind möglich. Die Kalender- und Saisonbereinigung erfolgt mit dem Verfahren X13 in JDemetra+. Weitere Erläuterungen
Autor: Moritz Hohlstein (Referat Analysen Wirtschaft)