In zwei der drei industriellen Hauptgruppen sank das Ordervolumen: Die Nachfrage nach Konsumgütern fiel im November 8,7 Prozent geringer aus als im Vormonat. Bei den Produzenten von Vorleistungsgütern gingen ebenfalls weniger Aufträge ein (minus 1,6 Prozent). Währenddessen erhielten die Investitionsgüterhersteller 0,7 Prozent mehr Bestellungen als im Oktober.
Die Nachfrage entwickelte sich in den drei umsatzstärksten Industriebranchen unterschiedlich. In der Chemieindustrie, die zur Vorleistungsgüterindustrie zählt und die größte Industriebranche ist, erhöhte sich das bereinigte Ordervolumen im November deutlich um elf Prozent, allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau im Vormonat. Die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die zur Investitionsgüterindustrie gehören, verbuchten ebenfalls einen Zuwachs (plus 8,6 Prozent). Der Maschinenbau, der auch Investitionsgüter produziert, musste hingegen einen Rückgang der Bestellungen hinnehmen (minus 14 Prozent).
In der Industrie gingen im November 2025 wesentlich mehr Aufträge ein als im Vorjahresmonat. Preis- und kalenderbereinigt lag das Ordervolumen 13 Prozent über dem Niveau von November 2024. Besonders kräftig wuchs die Nachfrage aus dem Ausland (plus 19 Prozent). Die Bestellungen aus dem Inland legten um 4,7 Prozent zu. Zwei der drei Güterhauptgruppen verzeichneten starke Zuwächse. In der Investitionsgüterindustrie und in der Konsumgüterindustrie stieg das Ordervolumen jeweils um 24 Prozent. Zum Nachfrageanstieg in der Investitionsgüterindustrie trugen sowohl die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen als auch der Maschinenbau bei (plus 54 bzw. plus 8,8 Prozent). Die Nachfrage nach Vorleistungsgütern verringerte sich hingegen um 1,9 Prozent, obwohl in der Chemieindustrie im November 2025 mehr Bestellungen eingingen als im Vorjahresmonat (plus 2,1 Prozent).
Methodische Hinweise
Die Pressemeldungen zur Konjunktur im Verarbeitenden Gewerbe dienen der laufenden Beobachtung der wirtschaftlichen Aktivitäten in der Industrie insgesamt sowie in ausgewählten Industriebranchen. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich mit dem jeweiligen Vormonat. Die Berechnungen beruhen auf vorläufigen Ergebnissen; nachträgliche Änderungen durch spät eintreffende oder korrigierte Meldungen von Betrieben sind möglich. Die Kalender- und Saisonbereinigung erfolgt mit dem Verfahren X13 in JDemetra+. Weitere Erläuterungen
Autorin: Diane Dammers (Referat Analysen Wirtschaft)