Die eigene Erwerbstätigkeit hatte zwar sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen als Haupteinkommensquelle die größte Bedeutung, gleichwohl lebten deutlich mehr Männer (84 Prozent) von ihr als Frauen (68 Prozent).
Aus Einkünften von Angehörigen (z.B. vom Partner oder der Partnerin) bezogen 8,8 Prozent der 25- bis unter 65-Jährigen vorwiegend die Mittel für ihren Lebensunterhalt. Dabei waren Frauen mit 15 Prozent wesentlich häufiger finanziell von Angehörigen abhängig als Männer (2,4 Prozent). Während 2,1 Prozent der Frauen in dieser Altersgruppe ihren Lebensunterhalt mit Hilfe von Elterngeld finanzierten, spielte diese Geldleistung für Männer kaum eine Rolle.
Bei den anderen Haupteinkommensquellen waren die Unterschiede zwischen den Geschlechtern geringer. Insgesamt gaben 5,1 Prozent der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer im Alter von 25 bis unter 65 Jahren an, hauptsächlich von Arbeitslosengeld I oder Bürgergeld zu leben (Frauen: 4,9 Prozent, Männer: 5,3 Prozent). Aus Renten- und Pensionszahlungen bestritten 4,4 Prozent ihren Lebensunterhalt (Frauen: 4,9 Prozent, Männer: vier Prozent), und für 3,3 Prozent waren sonstige Unterstützungsleistungen wie beispielsweise Sozialhilfe oder BAföG die Haupteinkommensquelle (Frauen: 3,4 Prozent, Männer: 3,2 Prozent). Etwa jede bzw. jeder Hundertste im Alter von 25 bis unter 65 Jahren (1,2 Prozent) lebte hauptsächlich vom eigenen Vermögen, Kapitalerträgen oder Einkünften aus Vermietung und Verpachtung (Frauen: 1,1 Prozent, Männer: 1,3 Prozent).
Eingewanderte leben seltener von eigener Erwerbstätigkeit
Eingewanderte, also Personen, die seit 1950 selbst nach Deutschland eingewandert sind, bestritten ihren Lebensunterhalt seltener durch eigene Arbeit. Mit gut 69 Prozent lag der Anteil bei den Eingewanderten um 6,9 Prozentpunkte unterhalb des Wertes für die 25- bis unter 65-Jährigen insgesamt (76 Prozent). Andererseits bezogen verhältnismäßig viele Eingewanderte in dieser Altersgruppe die Mittel für ihren Lebensunterhalt aus Einkünften von Angehörigen (13 Prozent; 25- bis unter 65-Jährige insgesamt: 8,8 Prozent; Differenz: 3,9 Prozentpunkte). Auch Arbeitslosengeld I und Bürgergeld wurden von Eingewanderten weitaus häufiger als Haupteinkommensquelle genannt (9,8 Prozent; 25- bis unter 65-Jährige insgesamt: 5,1 Prozent; Differenz: 4,7 Prozentpunkte). Dagegen finanzierten weniger Eingewanderte ihren Lebensunterhalt aus Renten und Pensionen (2,1 Prozent; 25- bis unter 65-Jährige insgesamt: 4,4 Prozent; Differenz: 2,3 Prozentpunkte).
Methodische Hinweise
Die Daten basieren auf den Erstergebnissen des Mikrozensus 2025. Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund 1 % der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Alle Angaben beruhen auf Selbstauskünften der Befragten.
Der überwiegende Lebensunterhalt kennzeichnet die Unterhaltsquelle, aus der hauptsächlich die Mittel für den Lebensunterhalt bezogen werden. Bei mehreren Unterhaltsquellen soll die Hauptquelle benannt werden. Die Angaben beruhen auf der Selbsteinschätzung der Befragten.
Autorin: Dr. Julia Stoffel (Referat Private Haushalte)