Die Menge der ausgeführten Waren nahm gegenüber 2024 um zwei Prozent zu. Die Importmenge stieg um 1,7 Prozent.
Mehr Exporte nach Europa
Die EU-Länder sind mit einem Anteil von 59 Prozent an allen Ausfuhren das bedeutendste Zielgebiet der rheinland-pfälzischen Exporte. Der Warenwert stieg hier um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr, die Ausfuhren in die Euroländer erhöhten sich um 3,7 Prozent. Besonders deutliche Zunahmen verzeichneten die Ausfuhrwerte in die Niederlande sowie nach Österreich (plus 9,7 bzw. 10,2 Prozent).
In die Länder außerhalb der Eurozone wurden 4,9 Prozent mehr exportiert. Das größte Plus erzielten dabei die Ausfuhren nach Schweden (plus 10,9 Prozent). In die Länder des übrigen Europas wurden 4,7 Prozent mehr Waren exportiert. Dies ist vor allem auf den Anstieg in das Vereinigte Königreich zurückzuführen (plus 10,4 Prozent).
Die Exporte nach Amerika gingen um 3,2 Prozent zurück (USA: minus 6,2 Prozent). Nach Asien wurden 0,6 Prozent weniger Waren ausgeführt. Die Ausfuhren nach China nahmen um 1,7 Prozent ab.
Drei Güterabteilungen mit höheren Ausfuhren
In drei der sechs für den Export bedeutsamen Güterabteilungen stiegen die Ausfuhren. Den größten Zuwachs verbuchte die Sparte Kraftwagen und Kraftwagenteile (plus 5,7 Prozent). Der Export von Pharmazeutischen Erzeugnissen lag um 4,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Ausfuhr von Maschinen legte um 1,6 Prozent zu. Die Nachfrage nach Chemischen Erzeugnissen, der umsatzstärksten Güterabteilung, nahm hingegen um 1,9 Prozent ab. Am stärksten verringerten sich die Exporte von Gummi- und Kunststoffwaren (minus 6,6 Prozent).
Importe aus dem Übrigen Europa deutlich im Plus
Im Jahr 2025 lag der Warenwert der Importe bei 44,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach das einer Zunahme von 2,3 Prozent. Die Importe aus den EU-Staaten stiegen um 0,4 Prozent. Aus der Eurozone kamen 0,3 Prozent weniger Waren. Die Importe aus Frankreich, als wichtigstem Handelspartner aus der EU, nahmen um 3,6 Prozent zu.
Die Importe aus den Ländern außerhalb der Eurozone erhöhten sich um 2,5 Prozent. Die größten Zuwächse gab es bei den Einfuhren aus dem übrigen Europa (plus 12,6). Hier erhöhten sich die Importe aus dem Vereinigten Königreich sowie aus der Türkei (plus 16,6 bzw. 8,7 Prozent).
Einfuhrwerte aus den USA und China im Plus
Aus Amerika importierte Rheinland-Pfalz 5,3 Prozent mehr Waren. Die Zunahmen aus den USA betrugen 6,1 Prozent. Die Importe aus Asien stiegen um 2,8 Prozent. Aus China wurden 3,6 Prozent mehr Waren eingeführt und aus Japan 17,3 Prozent.
Methodische Hinweise
Die Daten stammen aus der monatlichen Außenhandelsstatistik, die zentral vom Statistischen Bundesamt erhoben und aufbereitet wird. Dabei wird unterschieden zwischen Intrahandelsstatistik (Warenverkehr zwischen EU-Staaten) und Extrahandelsstatistik (Warenverkehr mit Drittländern, d.h. Nicht-EU-Staaten). Grundsätzlich sind alle in Deutschland umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen, die innergemeinschaftliche Warenverkehre durchführen, im Rahmen der Intrahandelsstatistik auskunftspflichtig.
Von der Auskunftspflicht befreit sind Unternehmen, deren innergemeinschaftliche Warenverkehre den Wert von einer Million Euro bei der Versendung und 3 Millionen Euro bei den Eingängen im Vorjahr bzw. im laufenden Jahr nicht übersteigen. Im Extrahandel werden die bei den Zollstellen anfallenden Zollmeldungen ausgewertet. Es liegen keine regionalisierten Daten vor.
Zu beachten ist, dass die Berichtsjahre 2023 und 2024 revidiert wurden. Die Veränderungen beziehen sich auf die revidierten Ergebnisse.
Autorin: Inga Haferstock (Referat Unternehmensstatistiken)