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Außenhandel 2025 mit positiver Jahresbilanz

Im rheinland-pfälzischen Außenhandel wurden 2025 mehr Importe und Exporte registriert als im Vorjahr. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wurden insgesamt Waren im Wert von 57,2 Milliarden Euro exportiert. Das waren 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr (Deutschland: plus 0,9 Prozent). Die Importe beliefen sich auf 44,5 Milliarden Euro und fielen um 2,3 Prozent höher aus (Deutschland: plus 4,3 Prozent).

Die Menge der ausgeführten Waren nahm gegenüber 2024 um zwei Prozent zu. Die Importmenge stieg um 1,7 Prozent.

Mehr Exporte nach Europa 

Die EU-Länder sind mit einem Anteil von 59 Prozent an allen Ausfuhren das bedeutendste Zielgebiet der rheinland-pfälzischen Exporte. Der Warenwert stieg hier um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr, die Ausfuhren in die Euroländer erhöhten sich um 3,7 Prozent. Besonders deutliche Zunahmen verzeichneten die Ausfuhrwerte in die Niederlande sowie nach Österreich (plus 9,7 bzw. 10,2 Prozent).

In die Länder außerhalb der Eurozone wurden 4,9 Prozent mehr exportiert. Das größte Plus erzielten dabei die Ausfuhren nach Schweden (plus 10,9 Prozent). In die Länder des übrigen Europas wurden 4,7 Prozent mehr Waren exportiert. Dies ist vor allem auf den Anstieg in das Vereinigte Königreich zurückzuführen (plus 10,4 Prozent).

Die Exporte nach Amerika gingen um 3,2 Prozent zurück (USA: minus 6,2 Prozent). Nach Asien wurden 0,6 Prozent weniger Waren ausgeführt. Die Ausfuhren nach China nahmen um 1,7 Prozent ab.

Drei Güterabteilungen mit höheren Ausfuhren 

In drei der sechs für den Export bedeutsamen Güterabteilungen stiegen die Ausfuhren. Den größten Zuwachs verbuchte die Sparte Kraftwagen und Kraftwagenteile (plus 5,7 Prozent). Der Export von Pharmazeutischen Erzeugnissen lag um 4,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Ausfuhr von Maschinen legte um 1,6 Prozent zu. Die Nachfrage nach Chemischen Erzeugnissen, der umsatzstärksten Güterabteilung, nahm hingegen um 1,9 Prozent ab. Am stärksten verringerten sich die Exporte von Gummi- und Kunststoffwaren (minus 6,6 Prozent).

Importe aus dem Übrigen Europa deutlich im Plus 

Im Jahr 2025 lag der Warenwert der Importe bei 44,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach das einer Zunahme von 2,3 Prozent. Die Importe aus den EU-Staaten stiegen um 0,4 Prozent. Aus der Eurozone kamen 0,3 Prozent weniger Waren. Die Importe aus Frankreich, als wichtigstem Handelspartner aus der EU, nahmen um 3,6 Prozent zu.

Die Importe aus den Ländern außerhalb der Eurozone erhöhten sich um 2,5 Prozent. Die größten Zuwächse gab es bei den Einfuhren aus dem übrigen Europa (plus 12,6). Hier erhöhten sich die Importe aus dem Vereinigten Königreich sowie aus der Türkei (plus 16,6 bzw. 8,7 Prozent).

Einfuhrwerte aus den USA und China im Plus

Aus Amerika importierte Rheinland-Pfalz 5,3 Prozent mehr Waren. Die Zunahmen aus den USA betrugen 6,1 Prozent. Die Importe aus Asien stiegen um 2,8 Prozent. Aus China wurden 3,6 Prozent mehr Waren eingeführt und aus Japan 17,3 Prozent.

Methodische Hinweise

Die Daten stammen aus der monatlichen Außenhandelsstatistik, die zentral vom Statistischen Bundesamt erhoben und aufbereitet wird. Dabei wird unterschieden zwischen Intrahandelsstatistik (Warenverkehr zwischen EU-Staaten) und Extrahandelsstatistik (Warenverkehr mit Drittländern, d.h. Nicht-EU-Staaten). Grundsätzlich sind alle in Deutschland umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen, die innergemeinschaftliche Warenverkehre durchführen, im Rahmen der Intrahandelsstatistik auskunftspflichtig. 

Von der Auskunftspflicht befreit sind Unternehmen, deren innergemeinschaftliche Warenverkehre den Wert von einer Million Euro bei der Versendung und 3 Millionen Euro bei den Eingängen im Vorjahr bzw. im laufenden Jahr nicht übersteigen. Im Extrahandel werden die bei den Zollstellen anfallenden Zollmeldungen ausgewertet. Es liegen keine regionalisierten Daten vor.

Zu beachten ist, dass die Berichtsjahre 2023 und 2024 revidiert wurden. Die Veränderungen beziehen sich auf die revidierten Ergebnisse.

Autorin: Inga Haferstock (Referat Unternehmensstatistiken)

Ausfuhren und Einfuhren 2016–2025¹

Milliarden EUR

1 vorläufig.

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Ausfuhren 2024–2025¹ nach Monaten

Milliarden EUR

1 vorläufig.

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Ausfuhren Januar-Dezember 2025¹ nach Güterabteilungen

Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum in %

1 vorläufig.

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Ausfuhren Januar-Dezember 2024 und 2025¹ – Die zehn wichtigsten Handelspartner

Milliarden EUR

1 vorläufig.

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Einfuhren Januar-Dezember 2024 und 2025¹ – Die zehn wichtigsten Handelspartner

Milliarden EUR

1 vorläufig.

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Aus- und Einfuhr nach Ziel- und Herkunftsregionen Januar – Dezember 2024 und 2025¹

Merkmal

2024

2025

Veränderung in %

Millionen EUR

Anteil in %

Millionen EUR

Anteil in %

Ausfuhren

EU-Länder

32.584

58,0

33.891

59,3

4,0

   Eurozone

24.708

44,0

25.630

44,8

3,7

   Nicht Eurozone

7.875

14,0

8.261

14,4

4,9

Übriges Europa

6.240

11,1

6.534

11,4

4,7

Amerika

7.726

13,8

7.478

13,1

-3,2

Asien

7.450

13,3

7.406

13,0

-0,6

Afrika

1.518

2,7

1.359

2,4

-10,5

Australien / Ozeanien

643

1,1

495

0,9

-23,1

Ausfuhr insgesamt

56.173

100,0

57.180

100,0

1,8

Einfuhren

EU-Länder

27.120

62,4

27.218

61,2

0,4

   Eurozone

20.963

48,2

20.908

47,0

-0,3

   Nicht Eurozone

6.157

14,2

6.310

14,2

2,5

Übriges Europa

3.491

8,0

3.930

8,8

12,6

Asien

7.844

18,0

8.065

18,1

2,8

Amerika

4.030

9,3

4.244

9,5

5,3

Afrika

875

2,0

845

1,9

-3,5

Australien / Ozeanien

94

0,2

124

0,3

31,4

Einfuhr insgesamt

43.481

100,0

44.500

100,0

2,3

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