Für die Stagnation der Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal war das Produzierende Gewerbe verantwortlich. Die preis-, kalender- und saisonbereinigte Bruttowertschöpfung der Industrie sank im vierten Quartal um 0,4 Prozent. Dazu trugen die Hersteller von Vorleistungsgütern bei, die nominale Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. Die Konsum- und Investitionsgüterproduzenten erzielten hingegen höhere nominale Erlöse als im dritten Quartal.
Auch aus dem Baugewerbe kamen negative Impulse. Die preis-, kalender- und saisonbereinigte Bruttowertschöpfung nahm im vierten Quartal ebenfalls um 0,4 Prozent ab. Die nominalen Umsätze stiegen hingegen sowohl im Bauhauptgewerbe als auch im Ausbaugewerbe.
Die Bruttowertschöpfung der Dienstleistungsbereiche lag im vierten Jahresviertel preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,3 Prozent über dem Niveau des Vorquartals. Der Einzelhandel und das Gastgewerbe verzeichneten ein Umsatzplus.
Den ausführlichen Bericht zur Konjunktur im 4. Quartal gibt es im Datenblick
Jahresergebnisse zum Bruttoinlandsprodukt werden vom Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ berechnet. Die Quartalsergebnisse zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in Rheinland-Pfalz beruhen auf einer ökonometrischen Schätzung, bei der die vom Arbeitskreis ermittelten Jahresergebnisse mithilfe von quartalsweise vorliegenden Indikatoren aus den Unternehmensstatistiken (z. B. Umsätze und Beschäftigte nach Wirtschaftsbereichen) auf die Quartale verteilt werden. Weitere Informationen zur Methodik stehen unter http://www.statistik.rlp.de/fileadmin/dokumente/monatshefte/2017/Juni/06-2017-350.pdf zur Verfügung.
Aufgrund einer Umstellung in der Methodik der Konjunkturstatistik im Dienstleistungsbereich zum 1. Januar 2022 ist die Veröffentlichung von Ergebnissen zu den sonstigen Dienstleistungsbereichen bis auf Weiteres nicht möglich.
Autorin: Dr. Annette Tennstedt (Referat VGR, ETR, Arbeitsmarkt)