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Immer weniger Apotheken in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz meldete die Landesapothekerkammer für das Jahr 2024 rund 850 Apotheken, darunter 26 Krankenhausapotheken. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren das 30 Apotheken weniger als im Vorjahr (minus 3,4 Prozent). Gegenüber 2014 sank die Zahl um 22 Prozent.

Im Jahr 2024 entfielen im Landesdurchschnitt rund 4.900 Bürgerinnen und Bürger auf eine Apotheke. Zehn Jahre zuvor sind es noch 3.700 gewesen. Damit stieg – trotz gealterter und damit in der Folge versorgungsintensiverer Bevölkerung – die Zahl der zu versorgenden Einwohnerinnen und Einwohner je Apotheke binnen der zurückliegenden Dekade um 32 Prozent; gegenüber 2004 sogar um 43 Prozent. Ursachen können unter anderem steigende Betriebskosten bei langjährig gleichbleibenden Sätzen der Apothekenvergütung, der konkurrierende Online-Handel, herausfordernde Lieferengpässe und der Fachkräftemangel, einschließlich fehlender Nachfolgen, sein.

Alle Kreise vom Rückgang betroffen

Die kreisfreien Städte (minus 25 Prozent) waren vom Apothekenrückgang zwischen 2014 und 2024 etwas stärker betroffen als die Landkreise (minus 21 Prozent). Am deutlichsten sank die Zahl der Apotheken in Pirmasens: Hier hat sie sich innerhalb von zehn Jahren beinahe halbiert (minus 47 Prozent). Auch die Landkreise Südwestpfalz, Donnersberg und Rhein-Lahn verzeichnen in dem zehnjährigen Beobachtungszeitraum jeweils einen Rückgang von mehr als einem Drittel. Demgegenüber nahm die Apothekenzahl in den Kreisen Birkenfeld und Bad Dürkheim zwischen 2014 und 2024 nicht nennenswert ab. 

Immer mehr Apothekernachwuchs aus dem Ausland

Im Jahr 2024 waren nach Angabe der Landesapothekerkammer rund 2.500 Apothekerinnen und Apotheker in öffentlichen Apotheken und etwa 170 in Krankenhausapotheken tätig. Im selben Jahr schlossen in Rheinland-Pfalz zudem 68 angehende Pharmazeutinnen und Pharmazeuten ihr Staatsexamen erfolgreich ab. Daneben wurden von den hierfür zuständigen Landesstellen rund 48 im Ausland erworbene Apothekerabschlüsse (Approbationen) vollständig anerkannt. Damit wurden in 2024 rund 41 Prozent der potenziellen Nachwuchskräfte für Apotheken über das Anerkennungsverfahren ausländischer Abschlüsse gewonnen. Zehn Jahre zuvor waren es 28 Prozent gewesen. Zwischen 2014 und 2024 wurden die in Rheinland-Pfalz anerkannten Apothekerabschlüsse am häufigsten in Syrien, Ägypten und Bosnien-Herzegowina erlangt.

Die Auszubildendenzahl der Pharmazeutisch-technischen Assistentinnen und Assistenten (PTA) hat sich in den vergangenen zehn Jahren kaum verändert. Zwischen 2014 und 2024 stieg sie leicht von 235 auf 244 angehende Fachkräfte (plus 3,8 Prozent). Insgesamt waren in 2024 landesweit rund 2.900 PTA in öffentlichen Apotheken beschäftigt. 

Methodische Hinweise

Die Zahlen stammen aus der Meldung der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz, die für Zwecke der Gesundheitsberichterstattung (GBE) aufbereitet wurden, der Bevölkerungsstatistik, der Anerkennungsstatistik, der Hochschulprüfungsstatistik und der Statistik der Schulen des Gesundheitswesens.

Autor: Dr. Marco Schröder (Referat Bildung)

Apotheken in Rheinland-Pfalz 2004–2024

Quellen: Gesundheitsberichterstattung (GBE), Apothekerkammer Rheinland-Pfalz

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Apotheken 2024 und 2014 nach Landkreisen

Quellen: Gesundheitsberichterstattung (GBE), Apothekerkammer Rheinland-Pfalz

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Apotheken 2024 und 2014 nach kreisfreien Städten

Quellen: Gesundheitsberichterstattung (GBE), Apothekerkammer Rheinland-Pfalz

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Anerkennungen im Ausland erworbener Pharmazieabschlüsse und erfolgreiche Staatsexamen in Pharmazie 2024 und 2014

in Prozent

Quellen: Anerkennungsstatistik, Hochschulprüfungsstatistik

© Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Bevölkerung je Apotheke 2024, 2014 und 2004 nach Verwaltungsbezirken

Verwaltungsbezirk

2024

2014

2004

Veränderung zu 2014
in %

Veränderung zu 2004
in %

Ahrweiler

4.791

4.085

3.638

17,3

31,7

Altenkirchen (Ww)

5.285

4.580

4.148

15,4

27,4

Alzey-Worms

5.706

4.345

4.529

31,3

26,0

Bad Dürkheim

4.975

4.536

3.859

9,7

28,9

Bad Kreuznach

5.681

4.726

4.070

20,2

39,6

Bernkastel-Wittlich

5.957

4.110

3.906

44,9

52,5

Birkenfeld

4.590

4.242

3.698

8,2

24,1

Cochem-Zell

4.739

3.447

3.240

37,5

46,3

Donnersbergkreis

6.798

4.410

4.407

54,2

54,3

Eifelkreis Bitburg-Prüm

5.252

3.856

3.420

36,2

53,6

Frankenthal (Pfalz), kfr. St.

3.703

2.512

2.376

47,4

55,9

Germersheim

4.866

4.209

3.917

15,6

24,2

Kaiserslautern

4.431

3.476

3.781

27,5

17,2

Kaiserslautern, kfr. St.

4.184

3.141

2.681

33,2

56,1

Koblenz, kfr. St.

4.049

3.095

2.327

30,8

74,0

Kusel

4.622

3.731

3.675

23,9

25,8

Landau i.d.Pf., kfr. St.

3.444

2.340

2.091

47,1

64,7

Ludwigshafen, kfr. St.

4.322

2.979

2.918

45,1

48,2

Mainz, kfr. St.

4.012

3234

2.658

24,1

50,9

Mainz-Bingen

4.916

4.010

3.776

22,6

30,2

Mayen-Koblenz

5.717

4.047

4.115

41,3

38,9

Neustadt a.d.W., kfr. St.

4.412

3.092

2.837

42,7

55,5

Neuwied

4.727

3.736

3.721

26,5

27,0

Pirmasens, kfr. St.

4.970

2.670

1.897

86,2

162,0

Rhein-Hunsrück-Kreis

5.928

4.248

3.834

39,6

54,6

Rhein-Lahn-Kreis

6.610

4.189

3.487

57,8

89,6

Rhein-Pfalz-Kreis

4.871

3.660

3.718

33,1

31,0

Speyer, kfr. St.

3.813

3.116

2.797

22,4

36,3

Südliche Weinstraße

4.914

3.325

3.362

47,8

46,2

Südwestpfalz

5.293

3.571

3.853

48,2

37,4

Trier, kfr. St.

3.727

2.712

2.276

37,4

63,7

Trier-Saarburg

6.206

4.538

3.704

36,8

67,6

Vulkaneifel

4.943

4.052

3.996

22,0

23,7

Westerwaldkreis

5.616

4.741

4.742

18,5

18,4

Worms, kfr. St.

4.338

2.793

2.539

55,3

70,8

Zweibrücken, kfr. St.

3.703

2.834

2.958

30,6

25,2

Rheinland-Pfalz

4.887

3.708

3.424

31,8

42,7

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